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William Prince * Foto: Jacob Blickenstaff

SHORTstory


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Dieser Artikel ist ein Auszug aus der Printversion, das Heft kann bestellt werden unter www.irish‑shop.de.

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Aktuelles Album:


Reliever (Glassnote, 2020)

Cover Reliever


William Prince

Die Kraft liegt im Kontrast

Mit seinem Debütalbum Earthly Days hat der kanadische Countrysänger William Prince vor zwei Jahren gleich den Durchbruch geschafft und in seiner Heimat einen Juno-Award gewonnen. Das gleiche Erfolgsteam aus Prince und den Produzenten Dave Cobb und Scott Nolan ist jetzt auch für den Nachfolger Reliever verantwortlich.

Text: Rolf Thomas

Elf Songs hat Prince für sein zweites Album geschrieben. „Gute Songs zu schreiben, ist nicht leicht“, seufzt der große und schwere Mann. „Ich halte Augen und Ohren offen. Ich bin nicht einer dieser Leute, die auf Inspiration warten, für mich ist es klar, dass man etwas dafür tun muss. Es ist Arbeit, aber gleichzeitig hat es auch etwas mit dem Kosmos zu tun, der sich in meinem Leben auftut. Einen Song zu schreiben, der etwas in den Leuten zum Klingen bringt, und zwar so sehr, dass sie ihn hören wollen und zu meinen Konzerten kommen, das ist schon ziemlich großartig und mit nichts zu vergleichen.“
Neben der Qualität seiner Lieder, die mit denen seiner großen Vorbilder gut mithalten können, ist es vor allem die kräftige und gleichzeitig sanfte Baritonstimme, die die Musik von William Prince so verführerisch macht. „Ich liebe Johnny Cash“, gibt er zu, „und natürlich auch Kris Kristofferson, Merle Haggard, Hank Snow, all die großartigen alten Typen. Damit bin ich aufgewachsen, aber auch mit Whitney Houston, den Beach Boys und Céline Dion.“
Prince möchte Geschichten erzählen, legt aber gleichzeitig viel Wert auf die musikalische Umsetzung. „Lange Zeit habe ich zuerst den Text geschrieben, also praktisch Gedichte vertont“, erzählt er. „Mittlerweile ist mir die Musik viel wichtiger geworden. Es kommt darauf an, die Leute nicht mit dem üblichen Aufbau zu langweilen, man muss ein bisschen was Raffiniertes einbauen, finde ich. Das kriegt man aber erst mit viel Erfahrung hin, Neil Young ist ein gutes Beispiel. Er kriegt die Balance zwischen Musik und Text extrem gut hin.“
Im Vorprogramm der kanadischen Legende war Prince schon zu sehen und zu hören – mit Reliever will er sich nun auch ein Publikum in den USA und Europa erobern. „Ich bin sicher nicht der beste Gitarrist der Welt“, sagt er lässig, „ich möchte die Leute mit meinen Geschichten berühren.“ Als Newcomer, als den ihn die Musikwelt betrachtet, sieht er sich dabei überhaupt nicht. „Es hat immerhin zwanzig Jahre gedauert, dass ich zu einem ‚Erfolg über Nacht‘ wurde“, grinst er. „Ich habe ja schon mit zwölf Jahren angefangen, Musik zu machen, ich habe also jede Menge Erfahrung.“

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