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»Singles sind eine tolle Möglichkeit, die Fans mit deiner Musik zu versorgen. «
Mànran * Foto: Sam Hurt

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Dieser Artikel ist ein Auszug aus der Printversion, das Heft kann bestellt werden unter www.irish‑shop.de.

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Aktuelles Album:


An Dà Là – The Two Days
(Eigenverlag, 2017)



Cover An Dà Là – The Two Days



Mànran

Musik wie guter Whisky

Tønder 2016 war’s, Zelt 1. Sechs Herren auf der Bühne, stampfender Rhythmus von Bass und Drums, der Sound eindeutig keltisch, die Menge vor der Bühne bewegte sich enthusiastisch auf und ab und schwang begeistert Schottlandfahnen. Runrig in voller Aktion? Mitnichten, so haben auch Mànran ihr Publikum im Griff.

Text: Mike Kamp

Runrig live sind Geschichte, Mànran live sind ausgesprochen aktuell, gerade hier in Deutschland, wo sie im Oktober/November als Headliner des Irish Folk Festivals ausgiebig unterwegs sein werden. Mànran, Skerryvore, Tide Lines, Skipinnish – Bewerber um die Spitzenposition des schottischen Folkrocks, die Runrig jahrzehntelang konkurrenzlos innehatten, gibt es genügend. Aber Gary Innes, Akkordeonist und Sprecher von Mànran, gefallen solche Vergleiche nicht sonderlich. „Runrig haben in der Tat den Weg geebnet für uns und die Bands, die du genannt hast. In ihrer ganzen Geschichte haben Runrig eine Szene und eine Fanbasis geschaffen, von denen wir ein wenig profitieren. Heutzutage gibt es Dutzende von Bands, die einen ähnlichen Sound wie Runrig haben, aber um auf den Punkt zu kommen: Nein, ich denke niemand von uns wird je so groß sein wie Runrig, und ganz sicher werden wir nicht den gleichen kulturellen und globalen Einfluss haben.“ Okay, das musste vielleicht tatsächlich mal so deutlich gesagt werden, um keinen falschen Eindruck aufkommen zu lassen. Mànran sind seit nunmehr fast einem Jahrzehnt einfach nur Mànran, und das auch ziemlich erfolgreich. „Wir sind glücklicherweise so gut beschäftigt, dass wir sagen können, Mànran ist unser Hauptprojekt, und daher ist es relativ einfach, die Termine der einzelnen Gruppenmitglieder zu koordinieren.“
Wenn es um die Geschichte der Band geht, sitzt mit Gary Innes auch gleich der Hauptschuldige am Tisch. Er hatte die musikalische Grundidee, auf der die Bandphilosophie immer noch basiert. „Ich habe Ewen Henderson 2010 angesprochen, weil ich eine Gruppe gründen wollte, die einen einzigartigen Sound hat. Zu dieser Zeit gab es in Schottland nämlich noch keine Band, in der die Uilleann Pipes gleichberechtigt neben den Highland Bagpipes gespielt wurden. Wir haben uns dann die Musiker ausgesucht, die in dieses Konzept passen.“ Neben Innes und dem Fiddler, Highland Bagpiper und Sänger Henderson aus der gleichnamigen Musikerdynastie in Fort William sind das aktuell der irische Uilleann Piper und Flötist Ryan Murphy (bis 2014 in Deutschland bei Cara aktiv), Gitarrist Craig Irving, Bassist Ross Saunders sowie Drummer Mark Scobbie. Ach so, und wo wir gerade bei der Gruppengrundlagenforschung sind, was hat es mit dem Namen Mànran auf sich, der in etwa mit „Melodie“ übersetzt werden kann? „Wir haben diesen Namen gewählt, weil er in Gälisch und Englisch gleich ausgesprochen wird. Etliche Leute geraten wegen des Akzents auf dem ersten ‚a‘ in Panik, weil sie denken, sie müssten den Namen daher anders betonen. Nicht nötig, es ist einfach geradeaus Mànran.“

... mehr im Heft.