Folker-Logo   Probeabo & Abo   Mediadaten/Anzeigen


Suche
   Intern   Über uns


Kontakt/Impressum/Datenschutz

       
 

Aktuelle Meldungen

Folker-Szenemeldungen als RSS-Feed abonnieren RSS-Feed






Budweis Quartett
DREILÄNDERFOLK IN ETTLINGEN (17.10.2019)
Budweis Quartett

Zum elften Mal gibt es am Samstag, dem 9. November 2019, die Ettlinger Folknacht mit Folkmusik verschiedener europäischer Länder. Dabei sind die irische Band Goitse, die 2015 bei den Ireland Music Awards als beste Band abräumte, Laüsa aus der Gascogne in Frankreich mit meist okzitanischem Gesang, vielschichtiger Begleitung, Riffs und surrenden Saiten. Das Budweis Quartett aus Deutschland, eine sehr eigenständige Bal-Folk-Formation um den Akkordeonisten Jan Budweis, spielt Melodien aus aller Herren Länder. Freitag und Samstag finden Tanzkurse für Anfänger und Fortgeschrittene statt. Alle Infos unter
www.ettlingen.de
Kimmo Pohjonen mit Minna Tärvamäki; Foto: Minna Hatinen
ZEHNTES AKKORDEON AKUT (14.10.2019)
Kimmo Pohjonen mit Minna Tärvamäki; Foto: Minna Hatinen

Vorsicht, infektiös! In Folker 6/2018 stellten wir es im „Heimspiel“ vor, nun feiert das Global Music Festival Akkordeon Akut vom 30. Oktober bis 10. November 2019 in Halle/Saale seine zehnte Ausgabe. Von einer viertägigen Wochenendveranstaltung hat es sich zum größten Akkordeonfestival Deutschlands entwickelt und zu einer festen Größe im Eventkalender Mitteldeutschlands. Die Organisatoren nehmen das Jubiläum zum Anlass, Revue passieren zu lassen, was sich in dieser Dekade alles ereignet hat – und zwar mit Lieblingskünstlern, Lieblingsprojekten und Lieblingsspielorten der vergangenen Jahre. Ein paar Namen seien als Appetithäppchen „gedroppt“: Rebekka Bakken, Vincent Peirani Kimmo Pohjonen mit Minna Tervamäki oder Renato Borghetti. Anne Niepold aus Belgien sticht seit Jahren durch ihre unkonventionelle kreative Art heraus, Musette und Jazz zu interpretieren, und ist die ideale Partnerin für Richard Galliano im internationalen Doppelkonzert in der Oper. Balkanpower bringen das Boban Marković Orkestar feat. Marko Marković auf die Bühne – das liest sich äußerst hochkarätig. Und eine originelle Idee ist die Akkordeon-Rallye mit kostenfreien Konzerten in der Stadt und der dazu fahrenden Straßenbahn Nr. 8. Mehr über das Festival unter
www.global-music-festival.net


Impression Publikum, Bardentreffen 2018; Foto: Michael Pohl
KONZERTE FÜR EIN LANGES LEBEN (11.10.2019)
Impression Publikum, Bardentreffen 2018; Foto: Michael Pohl

Leute, schmeißt die Yogamatten weg und sucht ein neues Zuhause für euren Hund! Was bislang als unverzichtbare Maßnahmen für Gesundheit und langes Leben galt, rutscht nun auf den zweiten Platz oder gar tiefer. Das neue Geheimrezept heißt: „Ein Livekonzert alle zwei Wochen verlängert das Leben um circa zehn Jahre.“ Das dürfte dafür sorgen, dass ab sofort die Folkclubs wieder knüppeldickevoll sein werden! Es sollte allerdings auch nicht verschwiegen werden, wer diese Studie in Auftrag gab. Die Firma heißt O2 und betreibt die größten Konzerthallen in Großbritannien. Ach so … Die Studie im Wortlaut findet sich unter
www.bit.ly/2KC6nIp
Michael Juan Nunez; Foto: Tammy Nunez
LASST DIE GUTEN ZEITEN ROLLEN (08.10.2019)
Michael Juan Nunez; Foto: Tammy Nunez

Unter diesem Motto geht es wieder auf Tour – schon zum achtzehnten Mal – mit dem American Cajun, Blues & Zydeco Festival. Alle eingeladenen Künstler sind in den Clubs von New Orleans bis Lafayette angesagte Größen und fast alle zum ersten Mal in Deutschland zu hören: Joe Hall & The Canecutters, die Dwight „Blackcat“ Carrier Band und Michael Juan Nunez. Die Musiker, verspricht der Veranstalter, zaubern „das lebensbejahende Gefühl, oder auf Französisch ‚Laissez les bons temps rouler‘ auf die Bühne. Würden die Alligatoren draußen vor den Fenstern schwimmen, man könnte sich wie irgendwo am Bayou fühlen.“ Los geht’s am 23. Oktober in Basel, es folgen vierzehn weitere Konzerte bis zum Finale am 8. November in Mainz. Na dann! Allez les Acadians!
www.americancajunfestival.de


Richard Thompson
SIEBZIG JAHRE RICHARD THOMPSON (05.10.2019)
Richard Thompson

Unsereins feiert die runden Geburtstage im Hinterzimmer der Stammkneipe oder im Dorfgemeinschaftshaus. Aber wir sind ja auch keine lebende Legende wie der Saitenzauberer Richard Thompson. Der hat anlässlich seines Siebzigsten am 30. September mal eben die Royal Albert Hall in London angemietet (wo er circa 23 Jahre nicht mehr gastiert hatte), um ein Geburtstagskonzert mit etlichen sehr speziellen Gästen zu geben. Namen werden natürlich noch geheimgehalten, aber es dürfte ziemlich sicher sein, dass auch das eine oder andere alte Fairport-Convention-Mitglied mit auf der Bühne stehen wird. Auch über einen Ü-Wagen vor der Halle würden wir uns nicht wundern.
www.richardthompson-music.com
Laway
EIN ABEND, VIER LEGENDEN (02.10.2019)
Laway

Für Freunde der plattdeutschen Folkmusik wird es am Freitag, dem 27. September, ein ganz besonderes Konzert geben – in der Kirche Jheringsfehn in einem Ort mit dem lauschigen Namen Boekzetelerfehn in Moormerland im niedersächsischen Landkreis Leer. Seit vielen Jahren haben die Brüder Jan und Jürn Cornelius nicht zusammen auf der Bühne gestanden – nun wird es bei „Legenden up Platt“ ein Comeback geben. Die beiden machten sich bereits in den Siebzigern mit zeitkritischen bis politischen Texten einen Namen. Ab 1984 machte Jan als Solist weiter, wobei einen breiten Raum seines Schaffens plattdeutsche Kinderlieder einnehmen. Er wurde mit dem Bad-Bevensen-Preis ausgezeichnet. Doch mit den beiden ist die Liste der Legenden für das Konzert nicht zu Ende. Einmal wäre da noch Helmut Debus, der mit Frömde Frünnen soeben sein zwanzigstes Album veröffentlicht hat (siehe Rezension in Folker 3/2019). Der Siebzigjährige wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Literaturpreis der Stadt Kappeln und ebenfalls dem Bad-Bevensen-Preis. Und dann feiern Laway in diesem Jahr ihr vierzigjähriges Bühnenjubiläum. Die von Gerd Brandt 1979 gegründete Band hat bis heute vierzehn Tonträger veröffentlicht und bei unzähligen Konzerten ihr Publikum begeistert. Ein Artikel folgt in Folker 6/2019. Und nun gibt es also alle vier Legenden auf einer Bühne! Denn man tau!<(i> Karten sind im Vorverkauf erhältlich via E-Mail an legenden-up-platt@gmx.de.



Folk-Legacy Records, Mitgründer Sandy und Caroline Paton
NEUE HEIMAT FÜR FOLK-LEGACY RECORDS (29.09.2019)
Folk-Legacy Records, Mitgründer Sandy und Caroline Paton

Das ist eine gute Nachricht! Das US-amerikanische Smithsonian Institut übernimmt das 1961 von Sandy und Caroline Paton sowie Lee Haggerty gegründete Label Folk-Legacy Records. Ihre Mission: traditionelle Volksmusik zu bewahren, zu kreieren und mit der Öffentlichkeit zu teilen. Folkmusik, Lieder, Geschichten und Melodien, die über Generationen weitergegeben wurden, waren für sie von besonderer Bedeutung. Zu den frühen Veröffentlichungen von Folk-Legacy zählen Feldaufnahmen traditioneller Sänger und Instrumentalisten der Britischen Inseln sowie aus Regionen der USA, darunter die Appalachen, die Ozarks, Neuengland, der Südwesten und weitere darüber hinaus. Viele Alben in späteren Jahren enthalten aufstrebende Künstler oder Interpreten, wobei das Fortsetzen der Tradition im Auge behalten wird. Der Katalog umfasst über 140 Alben, die von den Patons bei informellen Treffen von Freunden, Livekonzerten, Sessions im Folk-Legacy-Studio sowie im Familienheim auf Sharon Mountain in der nordwestlichen Ecke von Connecticut oder direkt in den Häusern traditioneller Musiker aufgenommen wurden. Die Sammlung bietet eine breite Palette an schöner und lebendiger Musik, die von reichen Volkstraditionen durchdrungen ist. Nun gelangte sie dank der Unterstützung von Freunden des Labels zu Smithsonian Folkways Recordings, wo das Erbe dauerhaft gesichert ist und weiterleben wird.
www.folkways.si.edu/folk-legacy
Drehleier von MM Instruments; Foto: Doris Joosten
NEUE QUELLE FÜR DIE KURBELFRAKTION (26.09.2019)
Drehleier von MM Instruments; Foto: Doris Joosten

Viele angehende Drehleierspieler drehen schon am Rad, ehe sie überhaupt ein Instrument besitzen. Denn diese Teile sind vor allem eines: sehr, sehr teuer. Und die Lieferzeit ist sehr, sehr lang. Michalina Malisz, Drehleierspielerin der Band Eluveitie, tat sich deshalb mit einigen Experten (Instrumentenbauer, Tontechniker) zu einem Team zusammen, um erschwingliche Instrumente in guter Qualität zu entwickeln, die nach alter Tradition, aber mit einer modernen Herangehensweise gebaut werden. MM Instruments heißt die im polnischen Krakau ansässige Firma, die Wert auf gute Spielbarkeit, vollen Klang und Bühnentauglichkeit bei einem frischen Design legt. Die Instrumente können mit einem Drei-Wege-Piezo-Tonabnehmersystem einschließlich externem Verstärker ausgestattet werden. Sie sind im natürlichen Holzlook oder in verschiedenen Trendfarben erhältlich. Momentan ist die Warteliste mit circa sieben Monaten Lieferzeit recht kurz. Das wird vermutlich nicht lange so bleiben. Der Onlineshop von MM-Instruments bietet übrigens nicht nur Drehleiern, sondern auch Dudelsäcke oder Saiteninstrumente an – alle Details auf
www.mminstruments.com


Rosier
HÜHNCHEN WEG, HAT KEIN ZWECK (23.09.2019)
Rosier

Es war eigentlich ein origineller Name, Les Poules à Colin, übersetzt „Colins Hühner“, basierend auf dem Titel einer traditionellen Melodie aus Quebec. Aber die vier Mädel und der eine Herr – der tatsächlich Colin heißt – haben nun keine Lust mehr auf die vielen Schreibfehler, mit denen sie sich rumschlagen mussten, zum Beispiel „Paula Collins“, „Los Pollos á Colins“ oder gar „Colin’s Chicks“. Ab sofort heißt das Quintett Rosier, also so viel wie „Rosenstrauch“. Riecht definitiv besser als Hühner. Die Gruppe versichert, dass sich nur der Name, nicht aber die musikalische Vision geändert hat. Eine neue EP erscheint im September. Die Website ist entsprechend nun:
www.rosierband.com
Wolfgang Weichselbaumer bei Le Son Continu in Chateau d'Ars; Foto: Doris Joosten
ZUM ZWEITEN MAL DAS RAD NEU ERFUNDEN (20.09.2019)
Wolfgang Weichselbaumer bei Le Son Continu in Chateau d'Ars; Foto: Doris Joosten

Er ist einer der innovativsten Drehleierbauer, der immer wieder mit Weiterentwicklungen überrascht. Erst vor einigen Monaten stellte der österreichischen Luthier Wolfgang Weichselbaumer ein neuartiges Drehleierrad vor, das der Spieler ähnlich reaktiv wie einen Geigenbogen führen kann. Es folgte ein Instrument mit einem witterungsunempfindlichen Korpus aus Karbon. Mit seiner neuen Entwicklung erfindet er nun das Rad zum zweiten Mal neu. Nach drei Jahren Entwicklungszeit und über 120 Prototypen stellte Weichselbaumer beim diesjährigen Le-Son-Continu-Festival im französischen Chateau d’Ars ein Rad vor, das die Wattierung der Saiten überflüssig macht. Das ist eine echte Sensation, denn diese Einrichtungsarbeit des Instruments zu erlernen, hat schon manch angehenden Kurbler in den Wahnsinn getrieben. Das Ganze wird zwar von vielen Drehleierspieler noch misstrauisch beäugt, aber das wurden die von Weichselbaumer vor vielen Jahren erfundenen, per Schraube feinjustierbaren Stahlstifttangenten auch. Heute sind sie quasi Standard und werden von vielen Instrumentenbauern kopiert.
www.weichselbaumer.cc


Bandoneon von Hans Quast, 1939; Foto: SIMPK-Anne-Katrin Breitenborn
¡CHE BANDONEÓN! (17.09.2019)
Bandoneon von Hans Quast, 1939; Foto: SIMPK-Anne-Katrin Breitenborn

2019 jährt sich zum 25. Mal die Städtepartnerschaft zwischen Berlin und Buenos Aires. Dieses Jubiläum nehmen das Musikinstrumenten-Museum des Staatlichen Instituts für Musikforschung und das Ibero-Amerikanische Institut, beides Einrichtungen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, zum Anlass, sich mit dem Bandoneon zu beschäftigen. An der Geschichte des Instruments zeigt sich die besondere Beziehung beider Städte und Länder. In Deutschland von Carl Friedrich Uhlig in Chemnitz und von Heinrich Band in Krefeld um die Mitte des neunzehnten Jahrhunderts aus der deutschen Konzertina entwickelt, gelangte das Bandoneon um 1870 vermutlich über Einwanderer nach Argentinien, wo es zum zentralen Instrument des Tangos wurde. Die zu diesem Anlass eingerichtete Ausstellung präsentiert noch bis 20. Oktober eine Auswahl besonders schöner und wertvoller Bandoneons. In einer begleitenden Veranstaltungsreihe ist in verschiedenen Konzerten sein seelenvoller Klang zu erleben.
www.museumsportal-berlin.de
Törf; Foto: Henk Scholte
DEUTSCH-NIEDERLÄNDISCHES MUSIKFESTIVAL (14.09.2019)
Törf; Foto: Henk Scholte

Das Otto Grote Ensemble hatte im Februar 2019 die Idee, ein neues grenzüberschreitendes deutsch-niederländisches Festival mit Musikern aus der Ems-Dollart-Region ins Leben zu rufen. Am 14. September im Neuen Theater in Emden ist es so weit. Es konnten die Mitwirkenden des Musiktheaterstücks De Grup („Die Grenze“) gewonnen werden sowie der Groninger Liedermacher Bert Hadders. Ebenfalls aus Groningen kommt die legendäre Folkformation Törf, die in Emden noch einmal eine Vorstellung ihrer in Zusammenarbeit mit dem Symphonie-Ensemble Orchestra of the Hedgehog entstandenen Programms Gries Laand („Graues Land“) geben wird. Außerdem stehen Jan Cornelius im Dreeklang Ensemble mit Christa Ehring und Klaus Hagemann als Wegbereiter der Folkmusik Ostfrieslands auf der Bühne sowie der Gitarrist und Multiinstrumentalist Heiko Ahrend und schließlich die Bluegrass-Formation Looping Brothers (siehe auch Rezension des neuen Albums in diesem Heft). Klingt nach einer spannenden Veranstaltung.
https://neuestheater.emden.de


MUSAik
SCHLOSSKONZERT ZUR VÖLKERVERSTÄNDIGUNG (11.09.2019)
MUSAik

Unter dem Titel „Schlosskonzert Interkulturell“ laden das Staatliche Museum für Naturkunde Stuttgart und das Forum der Kulturen Stuttgart am 12. September 2019 zu einem besonderen Konzertabend ins Schloss Rosenstein. Statt eines einzelnen Ensembles zeigen vier migrantische Vereine in einer musikalisch-tänzerischen Collage, wie facettenreich der Sound Stuttgarts sein kann. Der Abend schöpft dabei Inspiration aus der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen in der Migrationsgesellschaft, zu der Kulturinitiativen und Vereine einen wichtigen Teil beitragen. Auf dem Programm stehen Aufführungen vom Verein der Mongolischen Akademiker mit der Tänzerin Shinee, vom Internationalen Kulturverein Tohum, von Kridha Budaya Sari, dem Verein zur Förderung der indonesischen Musik- und Tanzkultur sowie von der internationalen Weltmusikband MUSAık aus Stuttgart. Wir finden das eine schöne und förderungswürdige Initiative!
www.forum-der-kulturen.de
Ausstellung Musik für das Auge, Otto-Pankok-Museum
MUSIK FÜRS AUGE (08.09.2019)
Ausstellung Musik für das Auge, Otto-Pankok-Museum

Ein kleines Museum im Grenzeck Niedersachsen, NRW, Niederlande leistet Pionierarbeit mit einer Ausstellung zum Thema Folkmusik. Seit dem 29. Juni ist die diesjährige Sommerausstellung „Musik für das Auge – Protest und Poesie“ im Otto-Pankok-Museum zu Bad Bentheim-Gildehaus für Besucher geöffnet und wird noch bis zum 6. Oktober zu sehen sein. Rund um das Thema „Amerikanische Folkmusik-Bewegung der 50er- und 60er-Jahre“ sind eine Vielzahl von Elementen ausgestellt, die sich alle mit der Kraft der Folkmusik beschäftigen. Besonderes Augenmerk gilt dem Musikforscher Alan Lomax, der mit seinem Aufnahmegerät die Lieder der einfachen Leute vor Ort festhielt und die in einigen Fällen heute zu bekannten Popsongs geworden sind. Mehr über ihn ist im Film Lomax – The Songhunter zu erfahren. Die Besucher haben die Möglichkeit, selbst mit Klängen zu spielen und sich an der Vielfalt der Folkmusik zu erfreuen. Experimentieren erwünscht! Die ans Museum angegliederte Konzertreihe bringt zweimal jährlich unter anderem Künstler aus dem Bereich Folk ins Haus.
www.pankok-museum.de


Ralph McTell; Foto: Tim Mann
LEBENDE LEGENDE IN LÜDENSCHEID (05.09.2019)
Ralph McTell; Foto: Tim Mann

Von den „Streets Of London“ ins Kulturhaus Lüdenscheid. Ganz oben auf der Wunschliste der Programmmacher des Kulturvereins KALLE stand seit vielen Jahren Ralph McTell. Am 8. September kommt die englische Songwriterlegende nun für ein exklusives Deutschlandkonzert ins Sauerland. Ralph McTell ist einer der einflussreichsten Folkmusiker der Britischen Inseln und einer der großen Geschichtenerzähler unserer Zeit, der seine Zuhörer in eine einzigartige Welt einlädt. Sein millionenfach verkaufter Top-Ten-Hit „Streets Of London“ gehört zu den bekanntesten Folksongs überhaupt und wurde Hunderte Male gecovert. In fünf Jahrzehnten unterwegs hat Ralph McTell nichts von seiner Ausstrahlungskraft und Bühnenpräsenz verloren. In England, Irland und Australien tourt er regelmäßig durch ausverkaufte Hallen. Nun ist er bei einem seiner seltenen Konzerte in Deutschland zu erleben.
www.folkpack.de
Logos Folk Musik Award 2020 Hameln und Venner Folk Frühling
ZWEI NEUE PREISE FÜR FOLK (02.09.2019)
Logos Folk Musik Award 2020 Hameln und Venner Folk Frühling

Nachdem vor Jahren der Deutsche Folkförderpreis in Rudolstadt zugunsten der RUTH aufgegeben worden war, gab es neben dem Eisernen Eversteiner des Malzhauses in Plauen – der im kommenden Frühjahr übrigens schon zum 28. Mal verliehen wird (malzhaus.de) – lange keinen weiteren Preis für europäisch oder nordamerikanisch orientierte Folkmusik. Innerhalb kurzer Zeit haben sich jedoch nun gleich zwei Auslober entschlossen, solche Preise ins Leben zu rufen. Und zwar schreibt der Landschaftsverband Hameln-Pyrmont den Folk Music Award 2020 aus, an dem sich Musiker aus dem In- und Ausland beteiligen können. Entgegengenommen werden bis 31. Oktober Bewerbungen von Solisten und Bands aus dem weiten Feld der Folkmusik. Eine sechsköpfige Jury entscheidet, welche drei Acts sich im Finalkonzert am 21. Februar 2020 in der Lalu-Traumfabrik in Hameln präsentieren können.
Nahezu zeitgleich loben die Veranstalter des Venner Folk Frühlings den Dieter-Wasilke-Folk-Förderpreis aus, in Erinnerung an den viel zu früh verstorbenen Festivalgründer, dem die Förderung des Nachwuchses ein besonderes Anliegen war. So richtet sich die Venner Ausschreibung auch gezielt an den Folknachwuchs. Teilnahmeberechtigt sind alle Musikerinnen und Musiker mit Wohnsitz in Deutschland, die zum Zeitpunkt der Bewerbung das 35. Lebensjahr nicht überschritten haben (Solisten) oder deren Durchschnittsalter 35 Jahre nicht überschreitet (Gruppen). Einsendeschluss ist hier der 30. November. Das Finalkonzert mit ebenfalls drei Teilnehmern besteht aus Kurzauftritten auf der Venner Mühlenteichinsel während des Venner Folk Frühlings 2020, die von einer fünfköpfigen Jury vor Ort bewertet werden. Selbstredend entspricht der Folker dem Wunsch beider Ausrichter nach Unterstützung, zumal wir in beiden Jurys mit je einem Redaktionsmitglied vertreten sind. Die kompletten Ausschreibungstexte finden sich weiter hinten in diesem Heft auf den Kooperationsseiten sowie alle Infos auf
facebook.com/folkmusicaward2020
folkfruehling.de/dieter-wasilke-folk-foerderpreis


Sedaa; Foto: JoTitze
PIPEN UN DANSEN IN MECKPOMM (30.08.2019)
Sedaa; Foto: JoTitze

Vom 6. bis 8. September wird beim Windros-Festival im Freilichtmuseum Schwerin-Mueß wieder einmal vier Tage lang musiziert, getanzt, geworkshoppt und gelauscht. Es gibt Konzerte mit hochkarätigen Künstlern, darunter La Machine mit dem großartigen Grégory Jolivet an der Drehleier, Wenzel & Band, Sedaa, das Pipenbock-Orchester, Ruthie Dornfeld & Morten Alfred Høirup, JAMS Tanzhaus, Budweis & Meyering sowie ein vielversprechendes Festivalprojekt des Windros-Orchesters 2019 mit dem Titel „Atlantic Bridges“. Dazu treffen sich Musiker aus verschiedenen Ländern kurz vor dem Festival, um ein gemeinsames Konzertprogramm zu erarbeiten. Weitere Infos unter
www.windros-festival.de
Kayhan Kalhor & Erdal Erzincan; Foto: Madjid Jahanbakhsh
WOMEX ARTIST AWARD 2019 (27.08.2019)
Kayhan Kalhor & Erdal Erzincan; Foto: Madjid Jahanbakhsh

Für seine meisterhafte Virtuosität auf der persischen Streichlaute Kamantsche, für die unablässige Innovation und Zusammenarbeit, um aufregende neue Musiksprachen zu erschaffen und die persische Tradition der klassischen Musik den Menschen auf der ganzen Welt nahezubringen, verleiht das WOMEX-Team von Piranha Arts dem iranischen Musiker Kayhan Kalhor den diesjährigen Artist Award. Der Musiker nimmt die Auszeichnung am Sonntag, dem 27. Oktober, im Rahmen des Abschlusskonzerts der 25. Ausgabe der WOMEX im finnischen Tampere entgegen, wo er im Duo mit Erdal Erzincan auf der Langhalslaute Bağlama auftreten wird. „Den WOMEX Artist Award zu erhalten“, sagt Kalhor, „bedeutet für mich sehr viel. Der Preis ist eine Anerkennung der reichen Kultur meines Heimatlandes Iran und einer zeitlosen persischen Kunst, die auf der ganzen Welt gedeiht und geliebt wird. Wenn sich überall Kräfte bemerkbar machen, die nach Spaltung, Grenzen und Intoleranz streben, bringt uns Musik zusammen und erinnert uns an unsere gemeinsame Menschlichkeit.“ Der Folker gratuliert herzlich.
www.womex.com


Joaquim Antônio da Silva Calado Júnior
CHORO WIRD 150 JAHRE ALT (24.08.2019)
Joaquim Antônio da Silva Calado Júnior

Wer fragt, wie alt der Choro – der älteste der großen brasilianischen Musikstile – ist, erhält häufig die Antwort, er stamme aus den 1870er-Jahren. Die Antwort ist auch insofern richtig, als dass er in dieser Zeit Fahrt aufnahm. Doch die erste Choro-Komposition erschien bereits 1869 im Druck, „Querida Por Todos“ von Joaquim Antônio da Silva Calado Júnior. Damit wird der Choro schon in diesem Jahr 150 Jahre alt. Das Genre war in Brasilien mehrfach in und aus der Mode. Aktuell ist es wieder sehr beliebt. Auch in Deutschland treffen sich in mehreren Städten Musiker zu sogenannten Rodas de Choro (Jamsessions).

Ann Vriend; Foto: Jen Squires Photography
BLUES VON TOHUUS (22.08.2019)
Ann Vriend; Foto: Jen Squires Photography

Das Motto des 39. Lahnsteiner Bluesfestivals lautet „Home Cooking“ und findet statt am 27. (Warm-up im JUKZ) und 28. September 2019 (Stadthalle Lahnstein). Ali Neander (Rodgau Monotones) verstärkt seine Ali Neander’s Blues Bang um die Sängerin Jessica Born, den Gitarristen Biber Hermann und die Bläser der Boomer Horns. Hier trifft Delta-Blues auf Funk, Chicago auf Weltmusik. In den Sechzigern köchelte Organist Brian Auger kräftig mit am Zaubertrank aus Blues, Jazz und Rock. Er wird mit dem Blues Louis ausgezeichnet. Dazu serviert er mit seiner Band Oblivion Express und dem langjährigen Santana-Sänger Alex Ligertwood einen verschärften Mix aus Rhythm and Blues, Jazzrock und Latin. Die Stimme der kanadischen Sängerin/Pianistin Ann Vriend erinnert an Größen wie Aretha Franklin oder Etta James – Gospel-Wärme mit Blues-Power steht also auf der Karte. Ebenfalls aus der kanadischen Soul-Food-Küche schöpft die Sängerin Shakura S’Aida, musikalisch in der Tradition afroamerikanischer Bluesfrauen wie Billie Holiday und Nina Simone. Durch den Abend führt wiederum der überzeugte Europäer, gebürtige Berliner und gelernte Kurpfälzer Blueskabarettist Arnim Töpel. Alle Infos:
lahnsteiner-bluesfestival.de