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Rachel Newton; Foto: Louis DeCarlo
SCOTS TRAD MUSIC AWARDS 2016 (23.03.2017)
Rachel Newton; Foto: Louis DeCarlo

Hollywood ist es noch nicht ganz, was da alljährlich über die Bühne wechselnder Städte geht (2016 war es Dundee), aber die MG Alba Scots Trad Music Awards sind durchaus eine glamouröse und prestigeträchtige Veranstaltung. Und sie sind auch als eine solche konzipiert, um der schottischen Folkmusik den Stellenwert zu geben, der ihr nach Meinung der Organisatoren zweifelsohne zusteht. Unter den Preisträgern 2016 waren die Doppelgewinner Breabach, die sowohl in Sachen „Album des Jahres“ als auch „Band des Jahres“ abräumten – und die wir im Rahmen unseres Schottland-Schwerpunktes im kommenden Heft genauer vorstellen werden. Kris Drever gewann bei den Komponisten, Rachel Newton bei den Instrumentalisten, Lori Watson bei den Sängern und Sängerinnen, und Skerryvore waren die Liveband des Jahres. www.projects.handsupfortrad.scot/scotstradmusicawards
Flyer - Rudolstadt im Kino
RUDOLSTADT IM KINO (21.03.2017)
Flyer - Rudolstadt im Kino

Die Nachricht dürfte alle Musikfilmliebhaber und Freunde von Deutschlands größtem Ereignis in Sachen Roots, Folk und Weltmusik interessieren: Ende März startet eine Tour durch ausgewählte Programmkinos des bei der Ausgabe im letzten Jahr vorgestellten Films zum Festival Wo Worte nicht hinreichen ... der Berliner Regisseurin Josephine Links. Die Dokumentation begleitet Musiker, Fans und Veranstalter in persönlichen Geschichten vor und während des Rudolstadt-Festivals, wobei Künstler- und Festivalporträts ineinanderfließen. "In poetischen Bildern macht der Film die verbindende Kraft der Musik spürbar und schickt die Zuschauer mitten hinein in vier berauschende Sommertage im Juli", versprechen Macher und Veranstalter. Termine, Orte und weitere Infos finden sich unter www. rudolstadt-festival.de/de/media/festival-film.html. Ab Anfang Mai soll die Doku dann auch auf DVD erhältlich sein.


Maїa Barouh
FREIBURGER LEITER 2017 (18.03.2017)
Maїa Barouh

Zum neunten Mal wurde im Januar die Freiburger Leiter vergeben, der Preis der Internationalen Kulturbörse Freiburg – auch in diesem Jahr in den drei Sparten Theater, Musik und Straßentheater. Die Preisträger wurden dabei aus einem Kreis von vier nominierten Künstlern pro Sparte durch Wahl des Fachpublikums ermittelt. Gewählt und damit Gewinner der Freiburger Leiter 2017 sind in der Sparte Theater Stefan Sing und Cristiana Casadio (Bewegungstheater, Tanz) und in der Sparte Straßentheater Psirc (Akrobatik, Zirkus). Im Bereich Musik wurde die japanisch-französische Electrofolkerin Maїa Barouh ausgezeichnet, die der Folker bereits in Heft 4/2016 vorstellte. Die Künstler erhalten neben einer wertvollen Skulptur und einem Preisgeld Auftritte bei der dreißigsten Ausgabe der Kulturbörse im kommenden Jahr sowie in der Schweiz. www.kulturboerse-freiburg.de
Das Team des Steirischen Volksliedwerks
VOLKSLIEDWERK-SPIELWIESE (15.03.2017)
Das Team des Steirischen Volksliedwerks

Soeben erschien das Jahresprogramm des Steirischen Volksliedwerks. Darin finden sich alle Kurse und Veranstaltungen des Jahres 2017, wie zum Beispiel diverse Jodelkurse, ein Harfenkurs, ein Alphornspielkurs, ein Okarinabau- und -spielkurs und viele andere mehr. Das Jahresprogramm in Bild und Wort findet sich unter www.steirisches-volksliedwerk.at. Man kann sich das Programmheft aber auch per Post zusenden lassen. Bestellungen bitte an: Steirisches Volksliedwerk, Sporgasse 23/III, 8010 Graz, Telefon 0043-(0)316-908635.


Zohra Orchestra
FREEMUSE AWARD 2017 (13.03.2017)
Zohra Orchestra

Das Frauenorchester Zohra aus Afghanistan, das erste und bisher einzige rein weibliche Ensemble des Landes, hat den diesjährigen Freemuse Award erhalten. Alle Mitglieder studieren am National Institute of Music, das sich zum Ziel gesetzt hat, junge Mädchen und Frauen durch Musik zu stärken und so ihr Selbstbewusstsein zu unterstützen. Die Ausgezeichneten sind seit dreißig Jahren die ersten Frauen, die in Afghanistan Musik studieren. „Zohra ist ein kleines Wunder“, so Freemuse-Geschäftsführer Ole Reitov. „Mit der Verleihung des Preises an die Musikerinnen erkennen wir auch die bahnbrechende Arbeit des von Ahmad Sarmast gegründeten afghanischen National Institute of Music an.“ Freemuse ist eine NGO mit Sitz in Kopenhagen, die sich für die freie Meinungsäußerung von Musikerinnen und Musikern einsetzt und ihren Award seit 2008 verleiht. Dass ihre Arbeit vonnöten ist, zeigt auch wieder der ebenfalls gerade veröffentlichte Jahresbericht der Organisation für 2016 über die weltweiten Verletzungen der künstlerischen Freiheit. Aus dem „Art under Threat“ betitelten Papier geht unter anderem hervor, dass sich die Lage sowohl für Künstlerinnen und Künstler als auch für ihr Publikum verschlechtert hat. Weitere Details zu allem finden sich auf www.freemuse.org.
Klang-Hölzer' musizieren auf selbst gebauten Instrumenten; Foto: Karin Grusdat
ZWANZIG JAHRE KLANGHOLZ (11.03.2017)
Klang-Hölzer' musizieren auf selbst gebauten Instrumenten; Foto: Karin Grusdat

Er taucht in nahezu jedem Spandau-Porträt des RBB auf und ist doch außerhalb Berlins nahezu unbekannt, der Klangholz e. V. Kürzlich konnte er sein zwanzigjähriges Bestehen mit einem Tag der offenen Tür und vielen kleinen Konzerten feiern. Der Verein, der drei Räume in der Spandauer Zitadelle gemietet hat, hat vor allem zwei Ziele, eine Plattform für Musizierende sowie eine Werkstatt für Instrumentenbauer zu bieten. Sympathisch ist dabei schon einmal, dass das Angebot nicht nur für ausgewiesene Experten, sondern auch für blutige Anfänger offen ist. So jammen beim allmonatlichen Klangholz-Café – am ersten Samstag im Monat von 15 bis 18 Uhr – Gitarristen mit ausgefeilter Technik und Alles-vom-Blatt-Leser schon mal zusammen mit absoluten Musikneulingen, die gerade einmal eine Rassel halten können. Der Verein geht auf eine Initiative von Norbert Dobisch zurück. Eines der Anliegen des 2006 verstorbenen Musikers war, in Vergessenheit geratene Instrumente zu revitalisieren. Klangholz-Besucher finden daher in den Räumen und auf den Fluren nicht nur jede Menge bekannte, sondern auch selten zu sehende Instrumente wie Cistern, Chrottas und Lyras. Mit grünen Punkten versehene Instrumente dürfen dabei unter Aufsicht sogar gespielt werden. Klangholz arbeitet zudem mit Schulen zusammen und organisiert Zeltlager. Auch im 21. Jahr seines Bestehens bleibt der Verein aktiv. Die Werkstatt ist an den meisten Tagen belegt, und auch die Konzertagenda füllt sich. www.klangholz.de


Banda Internationale; Foto: Ralf Jakubski
RUTH 2017 (09.03.2017)
Banda Internationale; Foto: Ralf Jakubski

Die Gewinner der diesjährigen Ausgabe des von MDR Kultur (federführend für weitere öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten der ARD), dem Trägerkreis Creole und dem Rudolstadt-Festival ausgelobten Weltmusikpreises Ruth stehen fest. Den Hauptpreis erhält in diesem Jahr der bayerische Liedermacher und Kabarettist Ringsgwandl, der laut Jury die Fähigkeit besitzt „seine Heimat Bayern künstlerisch ganz und gar zu erfassen, ihre Eigenheiten seinen Landsleuten vor Augen zu führen und sie … den Nichtbayern verständlich zu machen“. Und weiter: „Sein Blick bleibt scharf, seine Feder schwarzhumorig, seine Songs angriffslustig und offenbarend. Schließlich gibt es eine ganze Menge zu vermelden über unsere Wohlstandskultur und unser Streben nach immer mehr.“ Der Förderpreis geht an Banda Internationale, zu der sich in Dresden Musiker aus Deutschland, Iran, Irak, Syrien und Burkina Faso zusammengetan haben. Die Auszeichnung gilt vor allem der Musik, würdigt aber auch politisches Engagement. Hier wird, so die Jury, „menschliche Hilfe gelebt und gleichzeitig eine musikalische Vision entwickelt, die den Musikern aus Dresden neue Horizonte und den Musikern aus anderen Kulturen Wertschätzung entgegenbringt.“ Mit der Ehren-Ruth würdigen die Juroren in diesem Jahr das langjährige Engagement des renommierten Schweizer Musikethnologen Max Peter Baumann. Der international renommierte Forscher befasst sich seit Langem mit der Frage, wie sich (traditionelle) Musik in Zeiten der Globalisierung entwickelt. Dazu die Jury: „Den Diskurs über damit zusammenhängende Fragen hat er immer wieder belebt und vorangetrieben; damit hat er Kollegen wissenschaftlich herausgefordert und ungezählt viele StudentInnen für ihren späteren Lebensweg geprägt.“ Der Sonderpreis geht an das österreichische Quintett Alma, das lustvoll mit Jazz, Volksmusik und Klassik experimentiert und eine Musik spielt, „die alpin und transalpin ist, lyrisch und lebendig, intelligent und unterhaltend.“ Traditionell überreicht werden die Preise der insgesamt mit 11.500 Euro dotierten Auszeichnung wie jedes Jahr am Samstag des ersten Juliwochenendes beim größten deutschen Festival für Roots, Folk und Weltmusik in Rudolstadt. www.weltmusikpreis.de
Annika von Trier
GESALZENE CHANSONS (07.03.2017)
Annika von Trier

Mehr als einhundert Bewerbungen gab es auch diesmal wieder bei der alle zwei Jahre ausgeschriebenen Sulzbacher Salzmühle beziehungsweise Moulin à Sel de Sulzbach, dem einzigen deutsch-französischen Liedermacherwettwerb. Die Finalisten stehen fest, in diesem Jahr sind es vier, die sich am 18. März in der Aula der Stadt präsentieren: Annika von Trier und Sebastian Krämer von deutscher, Pauline Paris und Antoine Villoutreix von französischer Seite. Als spezielle Neuentdeckung kommt in das bei Saarbrücken gelegene Sulzbach – eine Stadt mit Tradition im Bereich Salzproduktion und Salzhandel – die aus dem benachbarten Lothringen stammende Tiphaine Wary. Jeder Finalist wird schon einmal mit 1.000 Euro bedacht, verschiedene Hauptpreise und ein Publikumspreis können dazukommen. Außerdem gibt es eine Ausscheidung für das schönste Lied zum Thema Salz. Eine würzige Angelegenheit! Da eine Fortsetzung dieser Reihe geplant ist, sollten die Liedermacher und -innen unter der Leserschaft des Folker von Zeit zu Zeit auf die Seite www.chansonpreis.de schauen.


Logo Kalan Müzik
KOMPLETTE ALBEN IM NETZ (04.03.2017)
Logo Kalan Müzik

Wer im Türkeiurlaub schöne CDs mit akustischer Musik kaufen und im Geschäft nicht ratlos vor Regalen mit unbekannten Namen stehen möchte, hat es nun ein gutes Stück leichter. Er kann sich vor der Reise rasch online orientieren. Der renommierte Verlag Kalan Müzik stellt inzwischen vermehrt komplette Alben bei Youtube ein, zuletzt unter anderem Produktionen von Şevval Sam und Muammer Ketencoğlu & Balkan Yolculuğu sowie das Doppelalbum Karadeniz’e Kalan 3, das wie die Vorgängeralben einen hervorragenden Überblick über die sehr aktive Schwarzmeer-Musikszene gibt. Warum Kalan Müzik so verfährt, verrät der Verlag auf seiner Internetseite nicht. Fakt ist: Kalan Müzik hat mit Ada Müzik und vor allem Doublemoon nicht nur ernsthafte Konkurrenz, auch schwächelt generell der Verkauf in den Läden. Schließlich kommen wegen diverser Terroranschläge erheblich weniger Touristen und Auslandstürken ins Land. So sorgen die Videos für Nachfrage, die auch durch den Onlinehandel und Geschäfte im Ausland, wenn auch gewöhnlich zu deutlich höheren Preisen zu befriedigen ist. kalan.com
Sarah Lesch
JUBILÄUM FÜR SONGTAGE GERA (01.03.2017)
Sarah Lesch

Von März bis Mai, genauer vom 17.3. bis zum 5.5.2017 wartet zum zehnten Mal der Geraer Konzertmarathon mit achtzehn Veranstaltungen und der gewohnten Vielfalt auf alle Freundinnen und Freunde guter Musik. Dies belegt ein Auszug aus dem Gesamtprogramm. Den illustren Reigen eröffnet am 17. März Heinz Rudolf Kunze, es folgen unter anderem Aino Löwenmark vom Duo Fjarill, Wanda aus Österreich, Sarah Lesch, Michy Reincke, Bodo Wartke, Der Club der toten Dichter mit Schauspieler Peter Lohmeyer als Sänger und der schwedische Singer/Songwriter Christian Kjellvander. Alle weiteren Infos und Tickets für diese und alle übrigen Veranstaltungen der Songtage gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen und online im Ticketshop auf www.songtage-gera.de.


Strom und Wasser
EINTRITT FREI (26.02.2017)
Strom und Wasser

Gemeinsam mit Konstantin Wecker hat Heinz Ratz das Büro für Offensivkultur (BOK) gegründet, das sich zu einer schnellen musikalischen Eingreiftruppe und einem Netzwerk gegen Rechts und jede Form von Unrecht entwickeln soll (der Folker berichtete). Jetzt gab Ratz bekannt, dass Strom & Wasser mit regional und überregional bekannten Gästen bis zur Bundestagswahl alle Konzerte ohne Eintritt spielen wird, um niemanden auszuschließen, der arm ist, und die Unentschiedenen, Skeptischen und Zögernden dazu zu bringen, zuzuhören, ohne vom Eintritt abgeschreckt zu werden. Zudem wollen Strom & Wasser so ein Zeichen setzen, dass es in diesen Zeiten Wichtigeres gibt als Kommerz und Karriere. www.offensivbuero.de, www.strom-wasser.de
Alexander Walter
DIE WOMEX RUFT NACH POLEN (23.02.2017)
Alexander Walter

Nach der WOMEX ist vor der WOMEX, und so haben wir die letzte Weltmusikmesse im spanischen Santiago de Compostela gefühlt soeben erst beendet, da ruft auch schon die nächste. Dieses Mal nach Polen, genauer gesagt nach Kattowitz, wo die internationale Musikbörse im kommenden Oktober zum 23. Mal ihre Tore öffnen wird. Musiker und Filmemacher weltweit sind aufgerufen, sich und ihre Arbeit einer Jury von „Die sieben Samurai“ genannten internationalen Experten zu stellen. WOMEX-Direktor Alexander Walter sagt dazu: „Lasst uns den Ball ins Rollen bringen. Jedes Jahr stellt der Aufruf zur Bewerbung den ersten großen Schritt des WOMEX-Jahres dar. Es ist Zeit, den Inhalt der Veranstaltung zu gestalten. Und wie in jedem Jahr freuen wir uns darauf, einen vielfältigen Pool von Konferenz-, Showcase- und Filmvorschlägen aus unserer Gemeinschaft zu erhalten.“ Der Einsendeschluss für Vorschläge ist der 17. März 2017, bitte ausschließlich online über das neue Buchungssystem www.womex-apply.com. www.womex.com


Weiherer
HYSTERISCHER HYPE UM WEIHERER (20.02.2017)
Weiherer

Weil’s so schee ist, müsste man die Nachricht eigentlich im O-Ton des bayerischen Liedermachers abdrucken. Weil’s aber dann auch zu lang wäre, hier eine Zusammenfassung. Es geht um 25541. Hä? Die Postleitzahl von Brunsbüttel, die, so fordert Christoph Weiherer in einer seiner Bühnennummern ein, jeder „aus Gründen des Datenschutzes“ nennen soll, der an der Supermarktkasse nach seiner Postleitzahl gefragt wird. Eine NDR-Moderatorin hört auf einer Autofahrt durch Bayern einen Radiomitschnitt dieser Geschichte und bringt den Stein ins Rollen. Sie telefoniert in einer Telefonkonferenz mit dem Bürgermeister von Brunsbüttel und mit Weiherer, live im Radio Schleswig Holstein. Weiherer bekommt daraufhin unzählige Nachrichten aus dem Norden, er postet ein Video der Brunsbüttel-Geschichte auf Facebook. Keine zwei Monate später hat dieses Video bereits 2,8 Millionen Aufrufe. Bei ca. 800.000 Aufrufen bittet die Brunsbütteler Zeitung um ein Interview und kündigt ein kurzfristig vereinbartes Konzert im Januar 2017 in Brunsbüttel an. Das Konzert muss aufgrund der vielen Anfragen noch vor Vorverkaufsstart in einen größeren Saal verlegt werden. Auch dieser ist innerhalb von zwei Stunden ausverkauft, es wird kurzfristig ein Zusatzkonzert angesetzt, das mittlerweile allerdings auch schon wieder ausverkauft ist. Das Video verbreitet sich derweil via Facebook, Youtube und Whats-App so sehr, dass die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung ebenfalls ein Interview mit Weiherer anfragt – wohlgemerkt: für den Wirtschaftsteil! Weil Weiherer die ganze Marketingforschung auf den Kopf stelle. Daraufhin kommen sie alle – Süddeutsche Zeitung, Taz, Bild bis hin zur Deutschen Presse Agentur, die wiederum mit einem Interview und einer entsprechenden Pressemeldung dafür sorgt, dass Weiherer in sämtlichen Tageszeitungen der Republik besprochen wird. Diverse Radiointerviews folgen bis hin zu den ersten Anfragen von Fernsehsendern, erste Beiträge laufen im NDR und im Bayerischen Fernsehen. So langsam wird Weiherer der ganze hysterische Hype ein wenig unheimlich, aber auf Dauer kann es seiner Bekanntheit natürlich nicht schaden. Lieber Christoph Weiherer, könntest du nicht den Folker mal ordentlich verarschen? So viel Medienaufmerksamkeit wäre für unsere Verbreitung sicher auch nicht das Schlechteste. Schon mal vielen Dank im Voraus. Infos und Brunsbüttel-Devotionalien unter weiherer.com.
Anderson East
JAHRESPREISE DER DEUTSCHEN SCHALLPLATTENKRITIK … (16.02.2017)
Anderson East

… wurden selbstredend auch 2016 verliehen. Unter den insgesamt elf Preisgekrönten finden sich zwei, die auch für die Leser dieses Magazins von Interesse sein dürften. Zum einen wurde der junge weiße Bluessänger Anderson East aus Alabama für sein erstaunliches Album Delilah ausgezeichnet, das, so Juror Edo Reents, „mit passender Produktion und transparenten Kompositionen“ ein fantastisches Beispiel sei für ein „Interpretentum, dessen Rückbesinnung aufs Erbe schwarzer und weißer Country-Soul-Sänger wie Joe Tex, Joe Simon, Percy Sledge und Jim Ford nichts Epigonales hat, vielmehr selbstbewusst swingt, groovt und dazu eine Stimme aufbietet, die sanft und innig schnurren, aber auch wie Sandpapier reiben und, vor allem in der überragenden R&B-Nummer ‚Find ’Em, Fool ’Em And Forget ’Emʻ, schneidend ekstatisch zu werden vermag.“ Eine weitere Auszeichnung geht an die Berliner Musikethnologin Edda Brandes, die für das kleine Entdeckerlabel Benkadi die unerhörten Töne der traditionellen Musikformen Mauretaniens in Ton und Bild einfing. Juror Jan Reichow begründet den Preis: „… die ganze Vielfalt in Ton und Bild darzustellen, auch dort, wo Religion und Sitte strenge Grenzen ziehen, selbst die heimlichen Rhythmen der Frauen, das ist das Werk sensibler Wissenschaft, vertreten durch die Musikethnologin Edda Brandes, die uns zu Zeugen einer faszinierenden Welt macht. Vierzehn Tonaufnahmen werden ergänzt durch einen halbstündigen Film. Ein Kompendium mauretanischer Saiteninstrumente, Längsflöten und Trommeln.“ schallplattenkritik.de/jahrespreise


Armin Fischer; Foto: Bahman J. Börger
DER ABT VON LORSCH (13.02.2017)
Armin Fischer; Foto: Bahman J. Börger

Der Lorscher Abt gehört noch nicht wie das Kloster der Karolingerstadt im südhessischen Kreis Bergstraße zum Weltkulturerbe, aber sie arbeiten daran, die Macher vom Theater Sapperlot. Der Kleinkunstpreis für 2016 geht auf jeden Fall an Armin Fischer. Das Urteil der Jury: „Wer von Westfalen aus und nach Jahren auf Kreuzfahrtschiffen schließlich in Frankfurt gestrandet ist, wer von seinem Friseur verstümmelt, vom Schneider betrogen und dem Klavierlehrer verlassen wurde, der hat es verdient, in Lorsch erhört zu werden. Der Lorscher Abt 2016 geht an einen Mann, der geistreiches, selbstironisches Entertainment mit einer unaufdringlichen Haltung verbindet … Wenn er selbst sagt, in der Beschränkung zeige sich der Meister, so gilt das für ihn in jeder Hinsicht. Denn mit lakonischen Gesten, mit angedeuteter, aber immer präsenter Virtuosität und Improvisationskunst verblüfft und verführt Armin Fischer sein Publikum.“ Na dann gratulieren wir mal geflissentlich Infos unter sapperlottheater.de.
Logo Afrika Karibik Fest
WASSERTRÜDINGEN FEIERT UND SPENDET (09.02.2017)
Logo Afrika Karibik Fest

In diesem Jahr wird das Afrika Karibik Fest in Wassertrüdingen von Donnerstag, dem 13., bis Sonntag, den 16. Juli 2017, stattfinden und somit das Programm auf vier Tage erweitern. Zur elften Auflage des Festivals werden wieder hochkarätige Musikgruppen erwartet, die ein kunterbuntes Programm auf vier Bühnen bringen werden. Doch die Wassertrüdinger und die wieder von überall anreisenden Gäste feiern nicht nur mit ausgelassener Musik, nein, sie spenden auch. Im vergangenen Jahr wurden dreizehn Hilfsorganisationen mit Spenden in Höhe von insgesamt 10.000 Euro unterstützt, darunter die Welthungerhilfe, die Äthiopenhilfe Menschen für Menschen, Die Kartei der Not, Jambozuri, der Förderkreis TDCC, Plan Deutschland, die Baobab Family, Viva con Agua, Plant for the Planet, Rollis für Afrika und Kwa Moyo – Hilfe mit Herz für Kinder in Uganda. Aus aktuellem Anlass gingen auch Spenden an die Flüchtlingshilfe der UNO und an die Aktion Deutschland Hilft. In den letzten zehn Jahren wurden insgesamt 40.584,76 Euro gespendet. Respekt. Könnte dies eine Anregung für andere Veranstaltungen im Lande sein? Vorbildlich ist es jedenfalls. Alle Informationen über das Programm unter afrika-karibik-fest.de.


Tobias Mann
45 JAHRE DEUTSCHER KLEINKUNSTPREIS (05.02.2017)
Tobias Mann

Die vom Mainzer Forum-Theater Unterhaus berufene Fachjury hat die Kandidaten gewählt, die mit dem Deutschen Kleinkunstpreis 2017 ausgezeichnet werden. Dieser wurde vor 45 Jahren vom Unterhaus gestiftet, erster Preisträger war der Kabarettist Hanns Dieter Hüsch 1972. Der Deutsche Kleinkunstpreis ist der älteste deutsche Preis, der in den Sparten Kabarett, Chanson/Lied/Musik und Kleinkunst verliehen wird. Die Auszeichnung 2017 in der Sparte Kabarett erhält Tobias Mann. In der Sparte Chanson/Lied/Musik geht die begehrte Trophäe an das Duo Die Feisten, und in der Sparte Kleinkunst wird Nico Semsrott geehrt. Den Förderpreis der Stadt Mainz bekommt die Schweizer Kabarettistin Hazel Brugger. Konstantin Wecker schließlich kann sich mit dem Ehrenpreis des Landes Rheinland-Pfalz zieren, den die Jury dafür ehrt, dass er sich „überall einmischt, wo eine starke Stimme gebraucht wird. Seit nahezu fünfzig Jahren singt Wecker mit Herz, Hirn und Haltung, mit Wut und Zärtlichkeit für eine friedliche und gerechte Welt. Er ist ein poetischer Träumer und eine wuchtige Urgewalt. In seinen Liedern kleidet er großes Pathos in mediterrane Grandezza, und auf der Bühne entwickelt er eine Strahlkraft, der sich niemand entziehen kann“, so Ute Nebel, die Vorsitzende der Jury. unterhaus-mainz.de
Logo – Piranha
DREISSIG JAHRE PIRANHA (01.02.2017)
Logo – Piranha

Im Januar besteht Piranha Arts seit dreißig Jahren. Angefangen hat die Firma unter dem Namen Piranha Musik mit der Platte Beat! Apartheid, einem Sampler, auf dem Künstler aus dem südlichen Afrika wie Oliver Mutukudzi, Bonga oder Mzwake Mbuli vertreten sind und den es immer noch auf Vinyl zu kaufen gibt. Das 1988 gegründete Weltmusikfestival Heimatklänge, das bis zu 100.000 Besucher pro Jahr anzog, wurde zu einem weiteren Meilenstein in der Piranha-Historie. Mittlerweile hat das Unternehmen der umtriebigen Berliner die Form des berühmten Anzugs mit den vielen Taschen angenommen: Musik erscheint bei Piranha Records, Piranha Kultur organisiert Events, und seit 1994 organisiert Piranha auch die Weltmusikmesse WOMEX, die ihren Fachbesuchern im Laufe der Jahre ein immer komplexer werdendes inhaltliches Angebot machen konnte. 2009 kam mit dem C3 Festival (Club trifft Contemporary Classical) und der Fachmesse und -konferenz Classical Next die thematische Ausweitung in die Welt der Klassik hinzu sowie 2015 die Veranstaltung des Berliner Karnevals der Kulturen. Die Sparte Piranha Consult bietet die im Unternehmen über die Jahrzehnte gewachsene Expertise internationalen Netzwerkevents weltweit an. Herzlichen Glückwunsch. piranha-arts.com


Matthias Bardong
NEUER MUSIKALISCHER LEITER (28.01.2017)
Matthias Bardong

Einen großen Einbruch erfuhr das Pfingstfestival auf Burg Waldeck, denn im Jahr 2016 wurde es zum letzten Mal maßgeblich von Jürgen Jacobi-van Beek musikalisch organisiert. Jacky, wie er genannt wurde, hinterließ in dieser Funktion ein großes Paar Schuhe. Inzwischen wurde ein Nachfolger gefunden. Der WDR-Redakteur und Liederbestenliste-Juror Matthias Bardong konnte gewonnen werden, die musikalische Leitung und Organisation des Liederfestes federführend zu übernehmen. Das Programm für die Ausgabe vom 2. bis 4. Juni 2017 steht bereits weitgehend und kann auf burg-waldeck.de eingesehen werden. Es steht unter dem Motto „53 Jahre Liederfest Waldeck“. Kurz vor Drucklegung von Heft 1/2017 erreichte uns jedoch die traurige Nachricht, dass nun auch Matthias Bardong verstorben ist. Mehr dazu in Kürze.
Eckard Schleiermacher; Foto: Hans-Joachim Maquet
SAXOFONE IM SAXSTALL (23.01.2017)
Eckard Schleiermacher; Foto: Hans-Joachim Maquet

Ein kulturelles Kleinod kann man im Dörfchen Pohrsdorf nahe Dresden finden. Aus einem ehemaligen Schweinestall baute sich hier der Apotheker Eckard Schleiermacher privat einen Veranstaltungsraum aus, in dem es seit 2008 regelmäßig viel beachtete Konzerte gibt, den Saxstall. Vorwiegend kann man modernen Jazz genießen, darunter Größen der Ost-Jazzszene wie Joe Sachse oder Uwe Kropinski, aber auch Artverwandtes wie Klezmer, Blues und Folk, im Sommer auch im Freien. Zum Saxstall gehört auch eine Sammlung von über hundert Saxofonen, darunter einhundertundfünfzig Jahre alte Originale aus der Werkstatt des Erfinders Adolphe Sax. Dabei verzichtet der Veranstalter, der das Instrument selbst spielt, auf Eintritt und Fördermittel und bittet lediglich um Spenden, was kaum kostendeckend ist. Der Ruf des Saxstalls ist bestens, bewerben sich doch immer wieder international renommierte Musiker, dort auftreten zu dürfen. Das aktuelle Konzertprogramm findet sich auf saxstall.de.