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 WILLY ASTOR/ MÜNCHENER RUNDFUNKORCHESTER/THE SOUND OF ISLANDS: The Sound of Islands – Symphonic
WILLY ASTOR/ MÃœNCHENER RUNDFUNKORCHESTER/THE SOUND OF ISLANDS
The Sound of Islands – Symphonic
www.willyastor.de
(Fame Recordings)


Nach seiner Lehre als Werkzeugmacher schloss er 1985 noch eine als Maschinenbautechniker ab. Seither geht er ganz in Saitenzauber und Wortspiel auf. Dreißig Jahre ist Willy Astor bereits auf den Brettern, die die Welt bedeuten, daheim, macht erfolgreich Rundfunk und Fernsehen und hier und da auch mal einen Werbeclip für ein bayerisches Möbelhaus. Er ist einer der wenigen, die sich nicht in eine Schablone haben zwängen lassen, um eine so genannte Kernkompetenz zu verkaufen. Bei ihm kommt beides vom Herzen, die Gitarre und die Comedy. Heute dankt ihm das sein groß gewordenes Publikum, denn es vergeht kein Abend voller Pointen ohne eines seiner wundervollen Gitarrenstücke und kein Gitarrenabend ohne „Vers-Sagen“ oder „Verb-Brechen“. Die jetzt erschienene DVD ist eine Art Retrospektive seiner Klassiker im klassischen Gewand, ein Galaabend par excellence. Christian Elsässer hat Astors Werke wie „Mexikubanischer Kuckudil-Schmunzler“ oder „Kilimandscharo“ für kleine wie große Besetzung des Münchener Rundfunkorchesters kongenial arrangiert. Neben Astors fabelhaftem Solospiel ist natürlich auch seine Band The Sound of Islands dabei, die nach eigenen Worten an diesem Juniabend im Circus Krone mit dem Rundfunkorchester „Hochzeit“ hielt und beide ihm so einen lang gehegten Traum erfüllten, den nun alle Fans dauerhaft mitträumen können.
Stefan Sell
 BARBARA THALHEIM & BAND: Alt-Tag – Filme zu Liedern
BARBARA THALHEIM & BAND
Alt-Tag – Filme zu Liedern
www.barbara-thalheim.de
(Conträr Musik/Indigo)
13 Tacks, 66:00


Barbara Thalheim, als Liedermacherin eine Ikone der DDR-Singebewegung, stellt sich auf das Altwerden ein. Sie ist jetzt im Rentenalter, und so langsam merkt man die Jahre, und ein gesellschaftlich akutes Thema ist es zudem. Lieder über den „Alt-Tag“ singt sie – als Auseinandersetzung mit dieser Lebensphase. Aber auch nach vielen Jahrzehnten Karriere kann man Neues probieren, und so hat sie statt eines Albums eine DVD produziert, mit Filmen verschiedener Filmemacher zu den Liedern. Es wurden spannende, sehr unterschiedliche Clips, mit sehr eigenen Handschriften. Neben Aufnahmen mit der Band sind Impressionen vom Sommer oder von Berlin zu sehen, ein Trickfilm bebildert die „Frau an der S-Bahn“ und das „Höhlenlied“ begleitet eine Art von DDR-Kindercomic. Dem Filmtitel „Wer möchte nicht im Leben bleiben“ wird ein Defilee von bedeutenden (ost-)deutschen Denkern und Künstlern beigefügt, man darf annehmen, dass Barbara Thalheim diese besonders schätzt. Das Programm ist voller solcher persönlichen Bezüge. Ihr verstorbener Partner Jean Pacalet wird geehrt, Fritz-Jochen Kopka, der langjährige Partner früherer Jahre, ist mit dem „Höhlenlied“ präsent, das er am Anfang ihrer Karriere schrieb, selbst der inzwischen gemiedene Kurt Demmler wird bedacht, und im Bonustrack wird über den künstlerischen Prozess im Studio informiert. So viel Botschaft kommt nicht ganz ohne Klischee aus, aber es ist ein anregendes, anspruchsvolles und sinnliches Programm geworden.
Rainer Katlewski