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 Iona Fyfe

SHORTstory


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Dieser Artikel ist ein Auszug aus der Printversion, das Heft kann bestellt werden unter www.irish‑shop.de.

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Aktuelles Album:

Away From My Window
(CPL-Music, 2018)

Dark Turn Of Mind
(EP; Eigenverlag, 2019)


Cover Away From My Window


Iona Fyfe

Folksongs von gestern und heute

Kann man wirklich so heißen? Oder ist Iona Fyfe ein Künstlername? Fast hollywoodreif, aber definitiv ungewöhnlich. „Das ist mein richtiger Name, schottischer geht’s nicht. Ich bin tatsächlich nach der Insel benannt worden. Wäre ich ein Junge geworden, dann hätten meine Eltern mich Donald genannt.“

Text: Mike Kamp

Donald wäre heutzutage vielleicht ein etwas unglücklicher Name, aber nicht nur deshalb sind viele Menschen froh, dass der Familie Fyfe ein Mädchen geschenkt wurde. Iona begeistert mit einer außergewöhnlichen Stimme der scheinbaren Gegensätze: grazil und dennoch flexibel, leidenschaftlich und dennoch technisch perfekt. Eine Mischung aus natürlichem Talent und intensiver Ausbildung.
Iona Fyfe hat schon sehr früh mit dem Singen angefangen. „Seit ich fünf Jahre alt war, bin ich zu den Festivals der Traditional Music & Song Association im Nordosten gegangen, wo viele Revival-Sänger aufgetreten sind. Dort gab es auch Wettbewerbe, an denen ich teilgenommen habe. Irgendjemand sagte mir, warum versuchst du es nicht mal mit Balladen, und fünfzehn Jahre später singe ich die immer noch gerne.“
Es gibt Lieder und es gibt Balladen, eine Art Königsdisziplin des schottisch-traditionellen Gesangs, die besonders in Fyfes Heimat um Aberdeen populär ist. Aber der Berufswunsch Folksängerin, nie geplant! Das kam erst mit sechzehn Jahren und der üblichen Frage der Schulabsolventen: Was soll ich eigentlich studieren? Zu dem Zeitpunkt trat sie bereits in den lokalen Folkclubs auf. Iona Fyfe bewarb sich am Royal Conservatoire of Scotland in Glasgow und wurde angenommen. Das ist heute noch Stand der Dinge. „Ich versuche, Vollzeitstudentin und Vollzeitmusikerin zu sein. Das ist auch einer der Gründe, warum es anderthalb Jahre gedauert hat, bis meine erste richtige CD fertig war.“ Das Album Away From My Window ist eine Kollaboration mit diversen Freunden wie Luc McNally (Gitarre), Charlie Grey (Fiddle) oder Tim Edey (Melodeon, Gitarre). Welche Einflüsse hat sie verarbeitet? „Weniger Uni, mehr meine eigenen Erfahrungen und Forschungen. Weg von dem, was ich in meiner Jugend gemacht habe, immer nur a cappella, Balladen und – mein Gott! – keine Neuerungen oder Experimente. Mit der CD versuche ich eine Balance zu finden, den Respekt vor der Tradition zu bewahren, aber gleichzeitig was Neues zu erschaffen. Einen Song habe ich selbst geschrieben, und ich singe Lieder von Aidan Moffat und Michael Marra. Aber dann interpretiere ich natürlich auch weiterhin große Balladen wie ‚Glenlogie‘.“

... mehr im Heft.