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Backkatalog   Ausgabe Nr. 4/2016   Internetartikel
 

















N E U   AUF   DEUTSCHEN*  BÜHNEN

*gilt auch für Österreich und die Schweiz

Um dem musikalischen Nachwuchs in den Bereichen Folk, Lied und Weltmusik die Möglichkeit zu geben, sich unseren Leserinnen und Lesern vorzustellen, hat die Redaktion des Folker einen Fragebogen entwickelt. Wer sich in der letzten Zeit neu formiert oder solo auf die Bühne gewagt hat, kann diesen [hier] ausfüllen und als Bewerbung an die Redaktion senden. In jeder Ausgabe wird an dieser Stelle ein ausgewählter Bogen veröffentlicht.


In diesem Heft präsentiert sich...



St. Beaufort

Was bedeutet euer Name?

St. Beaufort ist ein Bild. Der englische Seefahrer John Franklin wollte vor mehr als hundertfünfzig Jahren mit zwei Segelschiffen zur sagenumwobenen arktischen Beaufortsee reisen. Dafür musste er die Nordwestpassage durchqueren und ist im Eis stecken geblieben. Wir bewegen uns mit unserer Musik heute in entgegengesetzter Richtung, also von Nordamerika nach Europa. Und hoffen, dass wir nicht stecken bleiben. Bislang macht die Reise ziemlich viel Spaß.


ST. BEAUFORTSeit wann gibt es euch?

St. Beaufort gibt es seit knapp zwei Jahren. Die Band ist aus dem Berliner Folkkollektiv Hungerhoff & The Wild Roots entstanden. Im Kern sind wir jetzt ein Trio. Derek kommt aus Kanada. Henric aus Deutschland. Joe ist Amerikaner. Ab und zu wird das Trio auch zum Quartett oder Quintett.


Wie cha­rak­te­ri­siert ihr eure Musik?

Folk, Americana, Bluegrass – natürlich, roh und bodenständig gespielt. Und: akustisch. Ohne elektronische Spielereien.


Wer zählt zu euren musikalischen Vorbildern?

Stan Rogers, Simon & Garfunkel, Steve Earle.


Welche musikalische Ausbildung habt ihr?

Wir haben sehr unterschiedliche musikalische Hintergründe. Derek hat Jazzgitarre in Toronto studiert. Joe hat einige der Traditionals, die wir spielen, schon als Schlaflieder vorgesungen bekommen. Henric hat mal beim Hardrock angefangen …


stbeaufort.com

Kontakt:
Kontakt: 0049 (0)30 966 028 87

Besetzung:
Besetzung: Henric Hungerhoff (Akustikgitarre, Akkordeon, Gesang), Joe Jakubczyk (Banjo, Mundharmonika, Gesang), Derek Ullenboom (Mandoline, Gesang)

Diskografie:
Weeping Love Grass Grows
    (EP, als Hungerhoff & The Wild Roots; Eigenverlag, 2013)
St. Beaufort
   (Eigenverlag, 2015; siehe Kurzrezension in Folker 5/2015)
Cover ST. BEAUFORT
Wer schreibt die Musik, wer die Texte – wie entstehen eure Songs?

Wir haben keinen Leadsänger, sondern wechseln oft die Rollen und die Instrumente. Wir haben auch keinen Hauptkomponisten, sondern komponieren alle drei. Wer einen neuen Song geschrieben hat, bringt ihn mit und dann arbeiten wir oft noch gemeinsam dran. Unser Songwriting geht auch auf gemeinsame Erfahrungen zurück wie zum Beispiel unsere Großbritannientour 2014, die mit einer Odyssee bei den britischen Einreisebehörden in Calais begann. Der „Banjo Song“ handelt von Joe, der sein Banjo auf einer Reise durch Osteuropa mal im Zugabteil vergessen hat. „A Mercenaries’ Band“ befasst sich mit den Zwängen einer Musikgruppe, der Herausforderung, alles beieinanderzuhalten.


Was macht in euren Augen ein gelungenes Stück aus?

Die Melodie entscheidet. Aber natürlich gibt es so viele Elemente, die zusammenspielen. Bei uns steht der mehrstimmige Gesang oft im Vordergrund und damit auch der Text.


Wann und wo war euer erster öffentlicher Auftritt?

Im Oktober 2012 bei Sofar Sounds in Berlin, noch unter dem früheren Bandnamen. Als St. Beaufort haben wir das erste Mal im Berliner Mauerpark Anfang April 2015 gespielt.


Wie viel Zeit verbringt ihr mit Proben und Auftritten?

Live zu spielen ist unser musikalisches Lebenselixier. Wir haben seit 2013 jedes Jahr mehr als fünfzig Konzerte in Deutschland, Dänemark, Holland, England, Großbritannien, Polen, Tschechien und der Schweiz gegeben. Wir proben unregelmäßig, aber so oft es geht. In den wärmeren Monaten probieren wir neue Songs auch gerne auf der Straße aus. Das ist für unsere Musik ein sehr guter Ort. Wenn wir touren und abends konzertieren, bringen wir gerne die Leute von der Straße gleich mit in die Clubs.


Wo würdet ihr gerne einmal spielen?

Ein Traum wäre eine Tour quer durch die USA. Joe hat Anfang 2016 einige Konzerte dort solo gespielt. Die Einreisebestimmungen sind für nicht amerikanische Musiker aber hart und die Visa kosten ein Heidengeld. Aber es gibt ja auch in Europa spannende Ziele, Irland zum Beispiel oder Belgien.


Wie sehen eure weiteren Zukunftspläne aus?

Eigentlich denken wir nur Schritt für Schritt. Momentan freuen wir uns auf eine Reihe von Festivals, bei denen wir im Sommer auftreten. Alle dürfen wir noch nicht verraten. Aber unter anderem spielen wir im Juli in England, am 5. August beim diesjährigen Folk am Neckar und am 19. August auf dem Bergfunk Open Air nahe Berlin.


Wo kann man euch hören?

Wir spielen überall in Deutschland, wobei sich ein gewisser Schwerpunkt auf den Norden entwickelt hat, aber wir würden sehr gern auch öfter im Süden auftreten.


Könnt ihr empfehlenswerte Auftrittsorte für Newcomer nennen?

In Berlin gibt es einige interessante Läden für akustische Musik. Unsere Favoriten sind momentan das Kallasch& in Moabit und das Donau 115 in Neukölln. Beide werden betrieben von Musikern, die eine tolle Atmosphäre geschaffen haben und ein grandioses Publikum ziehen.