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Backkatalog   Ausgabe Nr. 2/2020   Internetartikel
»In Kumasi bin ich wirklich in Ghana.«
Alogte Oho and his Sounds of Joy * Foto: Philophon

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Aktuelles Album:

Alogte Oho and his Sounds of Joy, Mam Yinne Wa
(Philophon/Groove Attack, 2019)


Cover Mam Yinne Wa


Alogte Oho

Kumasi-Berlin-Connection

Der deutsche Schlagzeuger und Produzent Max Weissenfeldt baute sich in den vergangenen Jahren in Ghana ein reges Netzwerk an Musikern auf. Daraus entstand nun die begeisternde Produktion Mam Yinne Wa des Frafra-Gospel-Künstlers Alogte Oho und seines kraftvollen Frauenchor Sounds of Joy.

Text: Olaf Maikopf

Als Jugendlicher verfiel Max Weissenfeldt der afroamerikanischen Musik, hörte Hip-Hop und ergründete die Ursprünge von Samples. Bald darauf formierte der Schlagzeuger gemeinsam mit seinem Bruder Jan die Poets of Rhythm. Eine Gruppe, die klang, als würde eine originale Funkband der späten Sechzigerjahre spielen. Ihr Album Practice What You Preach brachte 1993 eine weltweite Neo-Funk- und Soul-Bewegung in Gang. Doch Max war da schon weiter, spielte mit den Ethnojazzern Embryo und ergänzte das Funkspektrum seiner Bands The Whitefield Brothers und Polyversal Souls um äthiopische Skalen und westafrikanische Polyrhythmik, für deren Studium er extra nach Ghana gereist war. Ab 2007 kamen dann Einladungen zu Plattenaufnahmen von The Heliocentrics, Dan Auerbach, Dr. John, Bombino und Lana Del Rey.
Seit ein paar Jahren hat Max Weissenfeldt mit Philophon ein eigenes Plattenlabel, veröffentlicht dort den ghanaischen Griot Guy One, Finnlands Afro-Kraut-Visionär Jimi Tenor, den kalifornischen Afrobeat von Idris Ackamoor & The Pyramids, Vinylsingles der Poetrykünstlerin Bajka und ganz aktuell das Album Mam Yinne Wa des ghanaischen Sängers Alogte Oho.
Dass es zu dem Album von Alogte Oho kam, hat einen ganz speziellen Hintergrund. Denn Max Weissenfeldt verlegte im vergangenen Jahr nicht nur seinen Wohnsitz, sondern auch sein Blütenring-Tonstudio nach Ghana, in die Provinzhauptstadt Kumasi der Ashanti-Region. „Ausschlaggebend war die immense Mieterhöhung meines Kreuzberger Studios und der Philophon-Büros durch den neuen Hauseigentümer, eine riesige Immobiliengesellschaft. Ich hatte dort paradiesische Zustände, auch die Miete betreffend. Im Mai 2019 fuhr ich dann nach Ghana, um letzte Aufnahmen für ein Album zu machen. In der Zeit fand ich in einer ruhigen Gegend Kumasis ein wunderschönes Haus mit Garten, das locker Platz für meine Regie, den Aufnahmeraum und einen Haufen Zimmer für mein engstes Umfeld und mich zur Verfügung stellt. Wenn ich will, setze ich mich in den Garten unter die Palmen und lese. Oder ich fahre gleich morgens das Studio hoch und feile an neuen Veröffentlichungen.“

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