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Unabhängig vom gedruckten FOLKER werden wir auf der Startseite aktuelle
Meldungen aus der Folk-Szene bringen. Für manche der Themen gibt es
hier dann auch nähere Informationen. Schaut einfach ab und zu mal rein!
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Faszination Gitarre
(02.09.2010)
Tagung zur populären Musik
(01.09.2010)
Akkordeon Akut
(31.08.2010)
Acoustic Grooves
(30.08.2010)
Klingende Bärenfamilie wird 35
(29.08.2010)
Troubadour-Preisträger 2010
(28.08.2010)
Perleberg Festival
(27.08.2010)
Bunt statt Braun
(26.08.2010)
Internationales Klezmerfest
(25.08.2010)
Schallplattenkritik
(24.08.2010)
Berlin Music Week
(23.08.2010)
Kulturruhr
(22.08.2010)
Folklorum
(21.08.2010)
Scottish Weekend
(20.08.2010)
Ehrenkreuz
(19.08.2010)
Trommelnachwuchs
(17.08.2010)
Frequenzen
(15.08.2010)
Riesenfeier der Highlandkulturen
(13.08.2010)
Singewettstreit
(11.08.2010)
Youssou N'Dour for President?
(09.08.2010)
Siegerehrung
(07.08.2010)
Meissener Drossel
(05.08.2010)
Krach & Getöse
(03.08.2010)
Neues aus der Zeitungswelt
(01.08.2010)
Ancient Trance
(30.07.2010)
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Faszination Gitarre (02.09.2010)
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Im September startet im Berliner Musikinstrumenten-Museum eine große Sonderausstellung. Sie ist vom 23. September 2010 bis zum 30. Januar 2011 zu sehen – und dank Audioguide und verschiedener Konzerte auch zu hören. Die Ausstellung zeigt über einhundertfünfzig kostbare Gitarren aus vier Jahrhunderten, erzählt die Geschichte des Instruments und zeigt dessen vielfältigen musikalischen Gebrauch. Bei den Konzerten im Rahmen verschiedener Reihen während des gesamten Zeitraums sollen vereinzelt auch historische Ausstellungsstücke aus der Sammlung des Musikinstrumenten-Museums zum Einsatz kommen. Außerdem sind verschiedene Workshops im Angebot. Nähere Auskünfte unter www.mim-berlin.de
sowie unter Tel. 030-25481-129.
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Tagung zur populären Musik (01.09.2010)
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Populäre Musik ist in den letzten Jahrzehnten in den Archiven, Museen und Hochschulen angekommen – jenen öffentlichen Institutionen, die sich der langfristigen Speicherung, Pflege und wissenschaftlichen Aufarbeitung der Vergangenheit widmen. Sie ist damit Teil des kulturellen Gedächtnisses geworden. Die Tagung „Populäre Musik als kulturelles Gedächtnis?“ am 17. und 18.9.2010 im Lippmann+Rau-Musikarchiv in Eisenach fragt nach den Folgen, die sich hieraus ergeben. Vertreter der wichtigsten deutschen Jazz- und Popmusikarchive, Musik- und Medienwissenschaftler, Musikpublizisten und ein Dokumentarfilmer werden über Herausforderungen, Strategien und Perspektiven des Dokumentierens, Archivierens und wissenschaftlichen Aufarbeitens von populärer Musik der Vergangenheit sprechen sowie deren Bedeutung für unsere kulturelle Identität und für das Musikschaffen der Gegenwart diskutieren. Die Tagung wird von der Lippmann+Rau-Stiftung Eisenach und der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar veranstaltet. Weitere Infos unter www.lr-musikarchiv.de.
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Akkordeon Akut (31.08.2010)
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Wirtschaftlich schlechte Zeiten bringen den Kulturbetrieb noch lang nicht zum Erliegen, wie das folgenden Beispiel zeigt. Während mancherorts schon der eine oder andere Klub seinen Betrieb einstellen musste, machen andere gerade erst die Türen auf. So auch das internationale Akkordeonfestival Akkordeon-Akut in Halle an der Saale, das erstmals vom 16. bis 19. September stattfindet. Jetzt fragt sich vielleicht manch einer: Ein Akkordeonfestival? Warum das denn? Die Macher waren inspiriert vom Wiener Akkordeonfestival und wollen die Szene an die Saale locken. Um nicht ganz zu verschrecken, hat man noch schnell die Unterzeile „Jazz, Weltmusik, Kleinkunst“ unter den klischeebehafteten Festivalnamen geschrieben. Mit dabei sind immerhin so namhafte Künstler wie Richard Galliano und Riccardo Tesi & Banditaliana, weiterhin das Landes-Akkordeon-Ensemble Sachsen-Anhalt, die irische Band Irish Rosarien und das DJ-Duo Baikaltrain. www.akkordeon-akut-festival.de
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Acoustic Grooves (30.08.2010)
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Hinter dem Titel birgt sich die elfte Auflage des Festivals der jungen Folkszene Berlin, das vom 16. bis 18. September in der Hauptstadt stattfindet. Die Konzerte bestreiten vielversprechende junge Musiker und Berliner Geheimtipps. Die Veranstaltungen finden dezentral unter anderem im Café Lietze, im Café Jüngstes Gerücht und im Jugendklub Maxim im Berliner Stadtteil Charlottenburg statt. Infos: www.folkswandertage.de
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Klingende Bärenfamilie wird 35 (29.08.2010)
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Götz Alsmann, Ulrich Tukur, Riders In The Sky, Roland Heinrich und Hank Shizzoe sind nur einige der vielen Künstler, die anlässlich des fünfunddreißigjährigen Jubiläums von Bear Family Records ein Lied zum Thema „Bären“ für die 3-CD-Box 35 Years Bear Family aufgenommen haben. Labelgründer Richard Weize, mittlerweile im Rentenalter, wird gerne als „Exzentriker mit Latzhose, Zopf und Nickelbrille“ bezeichnet, der ein „Faible für die komischen Hillbillies“ besitze. Doch vor allem mit seinen Wiederveröffentlichungen aus allen Bereichen der populären Musik hat er sich in aller Welt einen Namen gemacht. „Ich bin der Beste“, sagte der Bären-Chef einmal bei einem Gespräch. Das meint er allerdings mit einem zwinkernden Auge unter Verweis auf die alte Erkenntnis, dass unter den Blinden der Einäugige König ist. „Ich versuche, saubere Arbeit zu leisten. Wenn andere das auch tun würden, dann gehörte ich ebenfalls zu den Blinden.“ Dieser Anspruch hat bis heute seine Gültigkeit behalten, fünfunddreißig Jahre nach der Gründung des Labels, das auf einem umfunktionierten Bauernhof rund vierzig Kilometer nordöstlich von Bremen residiert. Jeder kann Richard Weize und seinem Team übrigens persönlich gratulieren. Am 11. September gibt es in Holste-Oldendorf von 11 bis 18 Uhr einen Tag der offenen Tür bei Bear Family. Mit Livemusik, Frühstück, Kaffee und Kuchen sowie Bratwurst und Bierstand. Informationen unter www.bear-family.de
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Troubadour-Preisträger 2010 (28.08.2010)
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Die Gewinner des Troubadour-Wettbewerbs stehen fest. Anfang Juni wurden sie beim Endausscheid in Berlin gekürt. Der internationale Singer/Songwriter-Wettbewerb findet bereits seit fünf Jahren statt und wurde von der in Berlin lebenden amerikanischen Sängerin Mckinley Black initiiert. Über dreihundertvierzig Künstler aus ganz Europa haben diese Plattform in den vergangenen Jahren genutzt, um akustische Musik vorzustellen. Im Finale der diesjährigen Staffel traten sechs Finalisten gegeneinander an, unter denen sich die Berlinerin Susi Koch durchsetzen konnte. Sie überzeugte die Juroren, zu denen Ulla Meinecke und die Rundfunkmoderatorin Marion Brasch zählten, auch mit ihren ausschließlich deutschen Texten. „Mit ihrer frischen, unverbrauchten Art konnte sie sowohl die Jury als auch das Publikum überzeugen.“ Den zweiten und dritten Platz holten die Däninnen Turid Guldin und Strawberry Blonde. Folker gratuliert den Preisträgern. Alle Informationen unter www.troubadour.de.com
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Perleberg Festival (27.08.2010)
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Allmählich in die Pubertät kommt das Perleberg-Festival in der Prignitz, das vom 10. bis 12. September bereits zum zwölften Mal stattfindet. Mehr als sonst sollen künftig Perleberger Institutionen und Akteure in das Festival, das die Neugier auf andere Kulturen bei den Prignitzern wecken soll, eingebunden werden. Ihr künftiges Engagement bestätigt haben bereits der Tourismusverband und der Perleberger Kulturverein. Wie gewohnt wartet die Veranstaltung mit einem abwechslungsreichen Programm auf, bei dem unter anderem Ulman, der bulgarische Saxofonist Vladimir Karparov und Andreas Brunn auftreten, die Rostocker Reggaeband Nyabinghia oder auch die Irish-Folker der Seldom Sober Company. Eine junge Perleberger Band hat zudem ein Programm unter dem Motto „Tribute to Deep Purple“ mit jungen Musikern der Region zusammengestellt. www.perleberg-festival.de
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Bunt statt Braun (26.08.2010)
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Unter diesem Namen wird in diesem Jahr ein Award vergeben, für den sich junge Bands und Einzelmusiker aus der Region Stuttgart ab sofort bis zum 15. September bewerben können. Eingereicht werden sollen eigene Songkompositionen gegen Ausgrenzung, Fremdenhass und Gewalt und für Vielfalt, Toleranz und Respekt. Zum Finale am 22. Oktober werden acht Bands eingeladen. „Eine aktive Auseinandersetzung mit dem thematischen Hintergrund des Awards ist für uns sehr wichtig“, sagen die Veranstalter. Als Preis winkt die Produktion eines eigenen Musikvideos, die Veröffentlichung des Songs auf einer Kompilation und professionelle Unterstützung für die Promotion der eigenen Band. Allerdings dürfen die Bewerber nicht älter als 25 Jahre sein und müssen ihren Wohnsitz in Stuttgart haben. Weitere Informationen: www.myspace.com/bsbaward
und Tel. 07151-92050640.
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Internationales Klezmerfest (25.08.2010)
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Auch wenn die jüdische Kultur mehr zu bieten hat: Klezmer, die alte Musik der osteuropäischen Juden, erfreut sich hierzulande immer noch großer Beliebtheit, auch im Norden der Republik. Zum zweiten Mal findet in Hamburg vom 9. bis 12. September und vom 22. bis 24. Oktober unter dem Motto „Neue Klänge Klezmer“ das Internationale Klezmerfest statt. Im Mittelpunkt steht die traditionelle jiddische Musik, aber auch internationale Künstler wie Brave Old World, Paul Brody oder Klezmatics-Sänger Lorin Sklamberg werden in Workshops und Konzerten ihren Umgang mit der Tradition zeigen. Ebenso sind Nachwuchsstars der jiddischen Musik im Programm vertreten: Vincent und David Geer präsentieren mit Geige und Violoncello einen Mix aus Klassik und Klezmer, aus Berlin ist Daniel Kahn mit seinen „Radical Jiddish Songs“ zu Gast. Für all jene, die ihr Wissen vertiefen möchten, bietet das Festival einen Jiddischsprachkurs, Tanzworkshops sowie einen Klezmerworkshop an. Am ersten Festivaltag hat der Film The Klezmatics: On Sacred Ground des französischen Filmemachers Erik Greenberg Anjou, der die Band drei Jahre lang begleitet hat, Deutschland- und Europapremiere. Nähere Informationen unter www.klezmerfest.de
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Schallplattenkritik (24.08.2010)
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Schon wieder war das erste Quartal schneller rum, als der Frühling seinen Weg nach Deutschland finden konnte. Im Mai wurde die brandneue Bestenliste des Preises der deutschen Schallplattenkritik veröffentlicht. In den für unsere geschätzten Leser relevanten Kategorien traf es unter anderem Ali Farka Toure & Toumani Diabate für ihr jüngstes Album Ali And Touamani (Indigo/Nuzzcom), Doppelbock für Voodoo-Jodel (Narrenschiff) und Amparo Sánchez für Tucson-Habana (Wrasse Records). Gleichzeitig wurden aber auch die Jahrespreise 2010 ausgelobt. Darüber konnten sich dieses Mal in erster Linie nicht mehr unter uns weilende Exponenten aus dem Bereich der Klassik (Antonín Dvorák, Frédéric Chopin, Gustav Mahler), aber auch der gute alte Johnnny Cash, nun ja, freuen, wäre hier das falsche Wort. Künstler aus unseren Sparten finden sich in diesem Jahr insbesondere unter den Ehrenpreisen für besondere Verdienste. So wurde nicht nur Gitarrist und Produzent Peter Finger mit seinem Label Acoustic Music Records für die wichtigen Impulse, die er insbesondere der deutschen Gitarrenszene verliehen hat, geehrt, sondern ebenso Liedermacher, Autor und Kabarettist Christof Stählin, den Initiator der Mainzer Akademie für Poesie und Musik. Wir gratulieren herzlich und verweisen für weitere Details auf www.schallplattenkritik.de
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Berlin Music Week (23.08.2010)
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Was früher noch Popkomm hieß, letztes Jahr ins Wasser fiel und Europas größte Musikmesse ist, kommt als Berlin Music Week vom 6. bis 12. September auf dem stillgelegten Berliner Flughafen Tempelhof zurück. Zwar geht es in erster Linie um den Mainstreammarkt, doch auch zentrale Fragen der Musikwirtschaft kommen in den Panels zur Sprache. Zudem wird mit der Jazzkomm erstmals auch ein Augenmerk auf diese Szene gelegt und mit dem Berlin Festival das Nicht-Fachpublikum angelockt. www.berlin-music-week.de
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Kulturruhr (22.08.2010)
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Es ist Halbzeit bei der Ruhrtriennale, die noch bis 2011 geht. Ab August wartet das Festival mit weiteren neuen Programmen auf und will seinen Blick insbesondere auf den islamischen Kulturkreis richten. Neben Theaterproduktionen von Schlingensief bis zu theatralischen Erzählungen gibt es Musik aus Pakistan mit der Rizwan-Muazzam Qawwali Group, Sain Zahoor und Pappu Sain. Die sind mit Qawwali-Gesängen, denen einst Nusrat Fateh Ali Khan international Gehör verschaffte, und ihren Dholtrommeln Augen- und Ohrenschmaus zugleich. Mit Sain Zahoor steht zudem ein wandernder Barde aus Belutschistan als quasi zeitgenössische Verkörperung der dortigen mittelalterlichen Troubadoure auf der Bühne. Auch Einstürzende-Neubauten-Bassist Alexander Hacke und seine Frau, die Künstlerin Danielle de Picciotto, haben für die Triennale einen Abend kreiert. In der Reihe „Century of Song“ bringen sie in Bochum eine Gala der türkischen Musik auf die Bühne – wie schon in Fatih Akins Film Crossing the Bridge. Mit Proudpilot kann das hiesige Publikum dann eine experimentelle Rockband erleben, die in ihrer Heimat schnell zu einem Publikumsliebling aufgestiegen ist. Baba Zula, die man ebenfalls bereits aus Akins Film kennt, stehen für die gelungene Verbindung von Oriental Dub und Bauchtanz. Und der türkische Rapper Ceza gilt immer noch als die schnellste Zunge der Türkei. Weitere musikalische Höhepunkte der Ruhrtriennale bescheren das Anouar Brahem Quartet sowie der zweite Abend mit Alexander Hacke, dann mit dem Yakaza Ensemble, außerdem die Sängerinnen Fairuz Derin Bulut und Aynur Dogan sowie Burhan Öçal und das Istanbul Oriental Ensemble. Details und Termine unter www.ruhrtriennale.de
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Folklorum (21.08.2010)
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Das Folklorum auf der Kulturinsel Einsiedel in der Nähe von Görlitz öffnet vom 3. bis 5. September wieder seine Pforten zu Deutschlands fantasievollstem Festivalgelände. Musikalisch werden die Karibik, die Alpenländer, Polen und Deutschland ins Rampenlicht der neun Bühnen gestellt, die von Markttreiben und Straßentheater umrahmt werden. Mit dabei sind unter anderem Jens Paul Wollenberg, Transalpin, die Schwuhplattler und Subway-to-Sally-Sänger Eric Fish. Ob man aber jetzt noch eine der Übernachtungsmöglichkeiten im Baumhaus ergattern kann, bleibt fraglich. www.kulturinsel.com
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Scottish Weekend (20.08.2010)
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Wenn man allerdings feststellen muss, dass die Resturlaubbestände im September längst aufgebraucht sind und Schottland selbst unerreichbar bleibt, kann man sich auch einfach kurz über die westliche Landesgrenze zu unseren belgischen Nachbarn aufmachen. Die veranstalten nämlich schon seit 25 Jahren regelmäßig ihr schottisches Wochenende, und zwar mit allem Drum und Dran: belgische Meisterschaft der Pipebands, Highland Dancing, schottischer Markt, stilechte Highlandgames und natürlich schottische Musik noch und nöcher. Mit dabei in diesem Jahr vom 10. bis 12. September 2010 unter anderem Capercaillie, Dervish, Shooglenifty (die fahren also zweigleisig) und einige entdeckenswerte Newcomer. Infos unter www.scottish-weekend.be
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Ehrenkreuz (19.08.2010)
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Ehrenkreuze sind in unseren Breitengraden so eine Sache. Noch tun wir uns etwas schwer, sie uns an die Brust zu heften. Doch voller stolz kann das ab sofort der österreichische Musiker, Schauspieler und Rezitator Stephan Paryla-Raky tun. Der Sohn des Schauspieler-Ehepaares Karl Paryla und Hortense Raky, der seine Schulzeit in der DDR verbrachte und heute in Wien lebt, erhielt für sein künstlerisches Schaffen das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst.
Von dem kann man sich, zumindest in Österreich, auch diesen Sommer wieder überzeugen. Dann steht Raky auch wieder als Sänger und Gitarrist auf der Bühne. www.stephanparyla.at.vu
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Trommelnachwuchs (17.08.2010)
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Top Secret Drum Corps klingt gefährlich, ist aber in der Tat eine nichtmilitärische Angelegenheit. Die Trommelformation aus Basel wurde bereits dreimal zum renommierten Edinburgh Military Tattoo eingeladen. Nun wollen sich die Schweizer verstärkt um den trommelbegeisterten Nachwuchs kümmern. Dafür wurde in Basel soeben eine eigene Trommelschule für Kinder und Teenager im Alter von 11 bis 18 Jahren gegründet, bei der insbesondere auch Mädchen gefördert werden sollen. „Begeisterte, erfahrene, hoch motivierte Trommelinstruktoren geben ihr Wissen an den ebenso begeisterten, motivierten und lernwilligen Nachwuchs weiter“, heißt es in der Ankündigung. Grundgedanke bei diesem Projekt ist die Förderung des Basler Trommelns sowie des Showtrommelns. www.topsecretbasel.ch
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Frequenzen (15.08.2010)
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Das Berliner Webradio Multicult 2.0 hatte zu Pfingsten viel zu feiern. Zum einen, dass man ab September zusammen mit weiteren Programmen einige Stunden auf einer UKW-Frequenz, nämlich 88,4 MHz (Berlin) und 90,7 MHz (Südwestberlin und Brandenburg) sendet, zum anderen, dass es zum Sendestart im Äther auch eine Kompilation gab (die dann aber zur angesetzten Releaseparty doch nicht vorlag). Multicult.FM wird ab Herbst täglich die Morgenstrecke von 6 bis 10 Uhr bestreiten. Mittels des Benefizsamplers Berlin Global 2010, auf dem Berliner Musiker wie Chefket, P. R. Kantate, die Ohrbooten oder Sister Fa zu hören sind, soll das Taschengeld für den Sendebetrieb und damit verbundene Kosten gegenfinanziert werden. www.multicult.fm
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Riesenfeier der Highlandkulturen (13.08.2010)
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Vom 3. bis 12. September findet im schottischen Inverness ein Klantreffen der besonderen Art statt, nämlich das des Klans der Kulturschaffenden der Highlands and Islands, Titel „Blas“ (gälisch für „Geschmack“). Zehn Tage und achtzig Veranstaltungen lang geht es in und in der Umgebung von Inverness um die oft gälischsprachigen Traditionen der Kante Schottlands nördlich des Metropolengürtels Edinburgh und Glasgow. In Spielorten wie Theatern und Schlössern, Museen und Kunstgalerien, Gemeindehäusern sowie an Bord von Schiffen präsentieren Künstler wie Donny Munro, Aly Bain und Phil Cunningham, Duncan Chisholm, Arthur Cormack oder die Band Breabach ihre Musik. Sogar der Flughafen wird miteinbezogen. In Hangar 2 wird zur Musik von Shooglenifty, Skerryvore oder Niteworks kräftig abgetanzt. Überdies ist der Frühherbst eine wunderbare Reisezeit in die Highlands: Angenehme Temperaturen, aber keine Mücken mehr! Ein zusätzlicher Grund also für einen Blas-Besuch. Infos unter www.blas-festival.com
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Singewettstreit (11.08.2010)
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Gleich ganz magisch geht es zu beim 11. Peter-Rohland-Singewettstreit auf Burg Waldeck vom 3. bis 5. September. Von fröhlich bis ernsthaft oder besinnlich darf das Repertoire der Wettstreitenden reichen. Antreten können Jugendfahrtengruppen, Ensembles, Singkreise und Einzelsänger. Darüber hinaus wünschen sich die Veranstalter Einreichungen von Selbstgetextetem oder auch politische Liedbeiträge. Anders als bei anderen Wettbewerben gilt bei allen Anmeldungen: Wer zuerst kommt, mahlt bzw. singt zuerst. Anmeldeschluss ist der 21. August. Das vollständige Programm und weitere Informationen gibt es unter www.burg-waldeck.de
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Youssou N'Dour for President? (09.08.2010)
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Dass Musik und nah beieinanderliegen, wissen die Leser des Folker. Der senegalesische Popstar Youssou N’Dour, der weltweit durch sein Duett „Seven Seconds“ mit Neneh Cherry bekannt wurde, hat in seiner Heimat gerade eine politische Bürgerbewegung gegründet, mit der er bei den nächsten Wahlen ins senegalesische Parlament einziehen möchte. Ab jetzt, so verkündete er, werde er nicht mehr neutral sein. Somit hat er dem amtierenden 83-jährigen Präsidenten Abdoulaye Wade den Kampf erklärt. Der habe sich vom Demokraten zum Autokraten entwickelt, wie der Sänger sagt. Allerdings, so N’Dour, habe er keine Ambitionen, Präsident zu werden. Während in anderen Staaten Schauspieler Gouverneur oder Präsident werden, wissen die Sänger Afrikas wenigstens noch, was ihre eigentliche Profession ist. Für sein Engagement wurde der afrikanische Popstar beim jüngsten Africa Festival in Würzburg, wo er sein neues Album vorstellte, mit dem Africa Festival Award ausgezeichnet.
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Siegerehrung (07.08.2010)
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Alljährlich zu Pfingsten versinkt Berlin für drei Tage in der bunten Faszination des Karnevals der Kulturen, der auch in diesem Jahr wieder mehrere hunderttausend Besucher aus nah und fern anzog. Höhepunkt ist natürlich – egal welches Wetter die Hauptstadt bietet (und von einem verregneten Pfingstsonntag kann man hier ein Lied singen) – der große Karnevalsumzug am Sonntag. Von den zahlreichen Gruppen und Wagen wurden am Pfingstmontag auch die Sieger präsentiert. Zu denen zählen die Silesian Roosters, die mit einer „Parade der Riesenhähne“ an eine urslawische Tradition erinnerten und erstmals aus Polen zum Karneval der Kulturen anreisten. Weiter prämiert wurde die Dulce Compania aus Berlin, die auf die kulturellen Traditionen Chiles Bezug nahm. Der dritte Preis ging ebenfalls zu unseren polnischen Nachbarn an die Formation Via Sudetica – Pantomimen in einer anmutigen Keramik-Lehm-„Kleidung“. Als beste Wagen wurden die Berliner Kidz 44 und Viva con Agua geehrt, eine Trinkwasserinitiative, die mit ausgefallenen Ideen und Aktionen Spenden für Trinkwasserprojekte sammeln. Alle Gewinner sowie Bilder vom Karneval 2010 finden sich unter www.karneval-der-kulturen.de
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Meissener Drossel (05.08.2010)
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Die Drossel (wir berichteten) wurde in diesem Jahr erstmals für das deutschsprachige Lied und Chanson verliehen. Im Finale wurde nun Roger Stein als Sieger gekürt. „Roger Stein erweist sich als würdiger erster Preisträger der Drossel, weil neben seinem charmanten Auftreten, den intelligenten Texten voller Tiefsinn und Sprachwitz und seiner Musikalität vor allem eines besticht: seine Glaubwürdigkeit“, befand die Jury, der es wichtig war, einen Preisträger zu benennen, der das deutsche Lied sprachlich fördert und dessen musikalische Umsetzung kreativ ist. Der in Berlin lebende Schweizer Musiker Roger Stein schreibt neben eigenen Liedern Bühnenmusiken und vertont Gedichte von Else Lasker-Schüler. Er wurde bereits 2006 für seine Lieder eines Postmodernen Arschlochs mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik geehrt. Sein Siegerbeitrag, „Ein Gedicht über die grillenden Dichter“, löste heftige Debatten in der Jury aus. „Doch wer nicht hier und da aneckt, wird bald öde“, hieß es weiter in der Begründung. Und allein ein Satz wie „weil mein Herz aus Freilandhaltung stammt“, sei der Drossel würdig. Wir gratulieren und verweisen zum Nachlesen auf www.meissener-drossel.de
, www.roger-stein.com
sowie den „Ortstermin“ der Folker-Printausgabe 4/2010 (S. 57).
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Krach & Getöse (03.08.2010)
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Endlich mal ein passender Name für einen Musikförderpreis, könnte man meinen. Nicht immer sind ja die Gewinner solcher Preise nach jedermanns Geschmack. Der Preis, den das zentrale Netzwerk der Hamburger Popularmusik Rockcity und die Haspa-Musik-Stiftung ausloben, ging kürzlich an die Hamburger Liedermacherin Janina, die sich gegen mehr als hundert Mitbewerber durchsetzte. „Ihr Talent, mit einfachen Akkorden und Rhythmen vielfältige Melodien hinter ihre Texte zu zaubern, das ist Janinas großes Potenzial und wird ihre Karriere prägen“, befanden die Juroren, unter ihnen Sängerin Inga Rumpf. Die Gewinner, zu denen neben Janina noch vier weitere zählen, erhalten jetzt ein einjähriges individuelles Förderprogramm, bestehend aus finanzieller Unterstützung, enger Zusammenarbeit mit erfahrenen Musikern, Bühnen, Studios oder Agenturen sowie Coachings, Workshops und Zusatzqualifikation. Glückwunsch!
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Neues aus der Zeitungswelt (01.08.2010)
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Eine neue Musikzeitschrift aus Norwegen liegt vor, genauer gesagt, eine alte in neuem Gewand. Spillemann hieß sie bisher, jetzt heißt sie Folkemusikk, was ein breiteres Inhaltsspektrum ahnen lässt und außerdem geschlechtsneutral ist – wenngleich die beiden bisher erschienenen Ausgaben Männer auf dem Cover haben und alle ausführlichen Reportagen Männern gewidmet sind. Zum Beispiel dem Komponisten Lasse Thoresen, der seine Inspiration aus der norwegischen Volksmusik bezieht, oder dem in Norwegen lebenden Musiker Kouame Sereba von der Elfenbeinküste. Es gibt Rezensionen von CDs und Büchern, Hinweise auf Konzerte und Festivals, es gibt überraschende Beiträge wie eine Serie über in die USA ausgewanderte norwegische Spielleute und deren Aktivitäten in Übersee – in der aktuellen Nummer wird Knut Sørenson vorgestellt, der zur Zeit des amerikanischen Bürgerkriegs nach Minnesota ging und dessen Sohn Knut zu den Gründern des Hardanger Violinist Forbundet af Amerika“ zählte (der sich heute weniger vornehm „Hardanger Fiddle Association of America“ nennt). Und noch mehr Kuriositäten hat Folkemusikk zu bieten: eine Glosse, in der eine Frau sich einen Volksmusiker als Samenspender wünscht und genau beschreibt, was der Betreffende zu bieten haben muss, und eine Rezension zu einem Buch, in dem zum Tanz entschlossenen Männern der gute Benimm auf dem Tanzboden erklärt wird. Der Mann von Welt trage demnach lange Socken, damit die Dame nicht durch den Anblick behaarter Waden abgeschreckt wird, dazu ein schweißaufsaugendes Unterhemd, denn schweißtriefende Tänzer werden ebenfalls nicht gern gesehen. Also bitte, wo liest man sonst schon dermaßen nützliche Dinge? Folkemusikk erscheint sechsmal im Jahr und kostet im Abonnement 500 norwegische Kronen (umgerechnet 65 Euro, Auslandsabopreis). Redaktionsadresse: Tyrivegen 27, 2900 Fagernes, Norwegen. Abonnieren geht auch per Mail über jorun@folkemusikk.no
. Für jene, bei denen es mit dem Norwegischen noch hapert, bleibt nach wie vor – ebenfalls sechsmal jährlich – der Folker.
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Ancient Trance (30.07.2010)
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Das internationale Maultrommel- und Weltmusikfestival geht nicht nur in die dritte Runde, sondern wandert auch nach draußen und vergrößert sich. Vom 20. bis 22. August 2010 geben sich auf Schloss Taucha vor den Toren von Leipzig zwanzig Bands mit Musikern aus fünfzehn Ländern, DJs und Performancekünstler, Artisten und viele anderen mehr auf vier Bühnen die Mikros in die Hand. Ergänzt wird das Ganze um einen Instrumentenmarkt, Musikworkshops und weitere Spezialitäten im Rahmenprogramm. Auf die Ohren gibt es Livemusik von unter anderem Watcha Clan aus Frankreich, Dikanda aus Polen, Al-Yaman aus der Tschechei, dem Jemen und aus Israel sowie den Italienern von Ipercussioni. Alle Informationen im Detail finden sich auf www.ancient-trance.de
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