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Unsere aktuellen Meldungen

Unabhängig vom gedruckten FOLKER werden wir auf der Startseite aktuelle Meldungen aus der Folk-Szene bringen. Für manche der Themen gibt es hier dann auch nähere Informationen. Schaut einfach ab und zu mal rein!

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go! EISLER-TAG (04.02.2012)

go! LIEDERBESTENLISTE PRÄSENTIERT (02.02.2012)

go! WADE-BEISSER - WELTMUSIKSTAR YOUSSOU N´DUR WILL IN DIE POLITIK (Aktualisierung) (31.01.2012)

go! 75 JAHRE WOLF BIERMANN (30.01.2012)

go! SONGLINES AUF DEM iPAD (27.01.2012)

go! MANITO AHBEE - FESTIVAL FÜR MUSIK DER NORDAMERIKANISCHEN UREINWOHNER (24.01.2012)

go! NEUES VON DEN FOLKER-MENSCHEN (22.01.2012)

go! DA DRÖHNEN DIE DRONES - OSTERKURSE IN BLANKENHEIM (19.01.2012)

go! GLOBAL MUSIC AWARD FÜR MICK FITZGERALD (16.01.2012)

go! 15. LIEDERFEST HOYSCHRECKE (13.01.2012)

go! VIERECKIGE RIESENFLÖTEN IN FULDA GESICHTET (11.01.2012)

go! LIEDERMACHERTREFF (10.01.2012)

go! DEUTSCH-FRANZÖSISCHER CHANSONPREIS VERGEBEN (09.01.2012)

go! MUSIKKRITIKER UNTER NEUER FÜHRUNG (06.01.2012)

go! WADE-BEISSER - WELTMUSIKSTAR YOUSSOU N´DUR GEHT IN DIE POLITIK (05.01.2012)

go! SCHÖNE SECHZIG (05.01.2012)

go! ENDERGEBNISSE II (03.01.2012)

go! ENDERGEBNISSE I (02.01.2012)

go! LIEDERBESTENLISTE MIT NEUEM ALTEM VORSTAND (01.01.2012)

go! MUSIK UND POLITIK (30.12.2011)

go! 5 JAHRE WOODY GUTHRIE FESTIVAL MÜNSTER (28.12.2011)

go! NAMMYS 2011 (26.12.2011)

go! PREISE UND ORAKEL (23.12.2011)

go! SEXY MUSIKERIN (20.12.2011)

go! DOPPELTER KLEINKUNSTPREISTRÄGER (17.12.2011)


 

EISLER-TAG (04.02.2012)
Hanns Eisler Hanns Eisler ist eine Ikone politischer Musik. Sein bevorstehender 50. Todestag ist für das „Festival Musik und Politik 2012“ Anlass, im Berliner Thälmann-Park (Wabe und Jugendtheateretage), am 25.02.2012 einen ganzen Eisler-Tag durchzuführen.
„An Mut sparet nicht noch Mühe / Hanns-Eisler-Bilder“ heißt die Ausstellung, die aus verschiedenen Perspektiven untersucht, was heute an Eisler interessiert. Da geht es um eine spannende Lebensgeschichte, um Musik unterschiedlicher Genres und um seine „Erben“. Immer wieder setzen sich Musiker mit Eisler auseinander, interpretieren, adaptieren und verändern ihn. Im Konzert „Eisleriade“ wirken u. a. die Bolschewistische Kurkapelle Schwarz-Rot, die Eisler-Ladies, Stefan Körbel, Dagmar Krause und Hannes Zerbers Jazzorchester Prokopätz mit. Und es gibt „Eisler im Sitzen“: Oliver Augst (Gesang und Minikeyboard) und Sven-Åke Johansson (Gesang und Marschtrommel) singen sich, entspannt nebeneinander sitzend, gegenseitig ihre Lieblingslieder von Eisler vor. Das hätte dem Komponisten sicherlich gefallen.

 

LIEDERBESTENLISTE PRÄSENTIERT (02.02.2012)
Dodo Hug und Efisio Contini; Foto: Barbara Hiestand Seit 2004 ist das Konzert „Liederbestenliste präsentiert“ fester Bestandteil des Berliner Festivals Musik und Politik, diesmal (24.02.2012, Wabe) mit dreifacher Frauenpower. Dodo Hug kommt aus der Schweiz, hat dort schon mit vielen Musikern zusammengearbeitet und 2010 mit dem sardischen Musiker Efisio Contini die CD Sorriso Amaro – Canti di Lavoro e d'Autore (Bitteres Lächeln – Arbeitslieder und Songs der Cantautori) veröffentlicht. Ein Titel von dieser CD, „Deportee“ (Deportiert), stand von April bis August 2011 auf Platz 1 der Liederbestenliste. Uta Köbernick erhielt den Förderpreis der Liederbestenliste 2011. Seit sie fünfzehn war, schreibt sie Lieder und Geschichten, aber erst mit 30 präsentierte sie ihren ersten Soloabend. Ihr inzwischen bekanntestes Lied heißt: „Wenn das Scheitern nicht wär“. Dritte im Bunde ist Johanna Zeul, 2009 Förderpreisträgerin der Liederbestenliste und, wie es im Folker hieß, „für die deutsche Liederszene ein schriller, gefühlvoller und temperamentvoller Glücksfall.“

 

WADE-BEISSER - WELTMUSIKSTAR YOUSSOU N´DUR WILL IN DIE POLITIK (Aktualisierung) (31.01.2012)
Der Radiosender Funkhaus Europa wusste mehr als andere Medien und meldete bereits am 2.1. was die Fans des Weltmusikstars Youssou N’Dour nicht gefreut hat: Der erfolgsverwöhnte Senegalese wollte aus dem Musikbusiness aussteigen, sich der Politik zuwenden und am 26. Februar gegen den amtierenden Präsidenten Wade antreten.
Der bisherige UNICEF-Botschafter N’Dour ist der populärste Musiker Afrikas und ein internationaler Star der Weltmusikszene. Unvergessen seine Fusion westlicher und afrikanischer Musik auf seinem Album Wommat the Guide (1994), auf dem er im Duett mit Neneh Cherry „7 Seconds” singt und einen Welthit landet. Mit 53 Jahren will N'Dour nun als Polititker in die Geschicke seines von Armut und Korruption gebeutelten Heimatandes Senegal eingreifen und gegen den seit 2000 amtierenden Präsidenten antreten. Der 85jährigen Abdoulaye Wade gehört wie N’Dour der Bruderschaft der Mouriden an, die einen innerweltlichen gemäßigten Islam vertritt. Wade bezeichnete den Weltmusiker zeitweise sogar als „Sohn”. Zum Bruch kommt es, als N’Dour seine im Musikgeschäft verdienten Millionen in Fernseh- und Radiostationen steckte, die kritisch über die Vetternwirtschaft des Chefs der Liberalen Partei PDS berichteten.
Derzeit sieht es so aus, dass Youssou N’Dour gar nicht erst antreten darf, weil er nach Angaben des Verfassungsgerichts, so meldet die Online-Ausgabe der FAZ am 28.1., „nur 8900 gültige Unterschriften vorgelegt hatte und nicht die erforderlichen 10.000. Der Musiker selbst hatte von fast 13.000 Unterschriften gesprochen.” Youssou N’Dur will Berufung einlegen.

 

75 JAHRE WOLF BIERMANN (30.01.2012)
Bei Wolf Biermann verbinden sich die runden Geburtstage immer mit der Erinnerung an jene ereignisreichen und zugleich folgenschweren Tage rund um seinen 40. Geburtstag 1976, als er nach dem Kölner Konzert von der DDR ausgebürgert wurde. Kaum ein Künstler hatte in Deutschland solch eine gesellschaftspolitische Wirksamkeit (für die DDR), kaum ein Liedermacher war je so schillernd, kaum einer wurde so unterschiedlich wahr genommen wie er: Als Freiheitskämpfer, als Kriegsbefürworter, als großer Dichter, als Scharlatan, als demokratischer Sozialist, als Antikommunist, als Lichtgestalt oder als zwielichtige Figur. Anlässlich seines 75. Geburtstages und auf den Tag genau 35 Jahre nach seinem Kölner Auftritt gab er ein großes Konzert im Berliner Ensemble, jenem Brecht-Theater, in dem er als junger Mann selbst als Regieassistent gearbeitet hat. Es wurde einer seiner typischen, höchst lebendigen Abende, an dem er Freund und Feind durchaus in Rage bedachte. Herzlichen Glückwunsch zum dreiviertel Jahrhundert.

 

SONGLINES AUF DEM iPAD (27.01.2012)
Songlines Links und rechts des Atlantiks sterben die Folkmagazine oder sie ziehen sich zumindest auf das papierlose Netz zurück. Nicht so die Kollegen vom englischen Songlines, die das alte 3-Mustaphas-3-Motto verinnerlicht haben „Vorwärts in alle Richtungen“. Oder anders ausgedrückt „Vorwärts in allen Formaten“. Papierheft? Klar! Internetausgabe? Klar! Heft downloaden und drin blättern? Klar! Und jetzt? Songlines auf dem iPod! Sagt der Verleger: „Das gibt den Konsumenten die Möglichkeit, Musik zu lesen, zu hören und ganz einfach zu erwerben. Uns gibt es die Möglichkeit, Übersee-Märkte zu erreichen, wo die traditionelle Druckausgabe nur schwierig hinkommt.“ Wie dem auch sei, wir formulieren es mal vorsichtig: Der Folker auf iPod wird noch eine kleine Weile auf sich warten lassen.

 

MANITO AHBEE - FESTIVAL FÜR MUSIK DER NORDAMERIKANISCHEN UREINWOHNER (24.01.2012)
APCMA-Logo Wer seinen Urlaub in Kanada vorplanen möchte und an Musik der Ureinwohner interessiert ist, sollte sich für den kommenden Herbst das Manito Ahbee Festival für Musik, Kunst und Kultur der Ureinwohner vormerken, das im November 2011 bereits zum sechsten Mal stattfand. „Manito Ahbee“ bedeutet „wo der Schöpfer wohnt“ und bezeichnet eine geheiligte Stätte im Whiteshell Provincial Park, an der sich seit Hunderten von Jahren die Ureinwohner versammelt haben, um die Lehren und Weisheiten ihrer Vorfahren weiterzugeben.
Das Festival vergibt die Aboriginal Peoples Choice Music Awards in neun Kategorien wie beste Country-CD, beste zeitgenössische Powwow-CD, bester indianischer Songwriter und weitere. Der Sänger Errol Ranville wurde für sein Lebenswerk geehrt.
go! www.manitoahbee.com

 

NEUES VON DEN FOLKER-MENSCHEN (22.01.2012)
Als ihn der Hanauer Maler und Schriftsteller Chris Hyde bat, ein Nachwort für seinen Erzählband Sackratten Blues zu schreiben, konnte unser Mitarbeiter Walter Bast natürlich nicht Nein sagen, hatten ihm die früheren Hydeschen Werke (Rock’n’Roll Tripper; Scheiss drauf!) doch immer ein diabolisches Lesevergnügen bereitet. Damit ist er natürlich als Rezensent aus dem Rennen. Dennoch soll an dieser Stelle darauf hingewiesen werden, dass Sie Chris Hydes Sackratten Blues – Letzte Stories (Verlag Robert Richter/ISBN: 978-3-932442-08-7) – samt Nachwort des Kollegen – jederzeit beim Buchhändler Ihres Vertrauens erwerben können.

 

DA DRÖHNEN DIE DRONES - OSTERKURSE IN BLANKENHEIM (19.01.2012)
Eric Montbel Es jauchzt der Dudelpfeifer und der Leierer dreht am Rad: Die Osterkurse feiern einen runden Geburtstag! Das hätte sich der Kölner Lehrer und Musiker Volker Heidemann vermutlich nicht träumen lassen, als er vor nunmehr 30 Jahren erstmals eine nachösterliche Kurswoche organisierte für die Instrumente, die ihm am Herzen liegen. Er schaffte es seitdem immer wieder, die Crème der Musiker nach Deutschland zu holen. Nur einmal mussten die Kurse in diesen 30 Jahren ausfallen. Mittlerweile sind die Osterkurse eine Institution und werden von dem Verein Bordun e. V. organisiert, der auch in diesem Jahr wieder hochkarätig Dozenten engagierte. Vom 9. bis 14. Februar unterrichtet Gilles Chabenat Drehleier, für den französischen Dudelsack konnte Eric Montbel gewonnen werden. Das diatonische Akkordeon wird von Bruno Le Tron unterrichtet. Northumbrian Small Pipes lehrt Rob Say und seinen Gesang kann man bei Rachel Bazoge trainieren. Die entsprechenden Tanzschritte für den abendlichen Bal Folk unterrichtet Aly Bols. Kursort ist erneut der Jugendhof Finkenberg in Blankenheim (Hocheifel). Meldeschluss ist der 15. Februar. go! www.bordun.de

 

GLOBAL MUSIC AWARD FÜR MICK FITZGERALD (16.01.2012)
Mick Fitzgerald Der in Dublin lebende Schauspieler, Sänger, Journalist und Autor Mick Fitzgerald, erhielt den von der privaten kalifornischen Medienproduktionsfirma Accolade Creative ausgelobten Global Music Award of Merit für sein Album mit vorgelesenen Kindergeschichten, The Enchanted Lake – Irish Legends, Stories and Harp Music und als Vokalist auf seinem neuen Album Streetwise. Das freut den Folker natürlich ganz besonders, denn die Geschichten auf diesem Album wurden von unserer Mitarbeiterin Gabriele Haefs ausgewählt und zusammengestellt, insofern hätte diese Nachricht auch unter die Überschrift der nächsten Meldung gepasst. Die Musik auf der CD stammt von der Harfenistin Nadja Birkenstock. Fitzgerald arbeitet derzeit mit Haefs zusammen an einem Buch mit Geschichten über Irische Musik. Man darf gespannt sein!
go! www.the-enchanted-lake.com

 

15. LIEDERFEST HOYSCHRECKE (13.01.2012)
Zum kleinen Jubiläum des Hoyerswerdaer Liederfestes vom 25. bis 27. November 2011 in der Kulturfabrik hatten sich 38 Gruppen und Solisten aus dem gesamten Bundesgebiet beworben. Acht davon standen im Wettbewerb um die beiden Hoyschrecken, der – da waren sich fast alle Gäste einig – das hohe Niveau des Vorjahres erreichte. Viktor Hoffmann, ein Berliner Liedermacher russischer Abstammung, konnte das Publikum am meisten begeistern. Witz und Charme zeichneten seine satirischen Songs aus, mit Bescheidenheit und dem typisch melancholischen Akzent seiner Heimat konnte er zusätzlich punkten. Dafür gab es eine Goldene Hoyschrecke und Platz 2 der Jurywertung. Die andere, der Jurypreis, ging an Bastian Bandt und seinen serbischen Gitarristen Laslo Feher aus Baden-Württemberg, die zudem Platz 2 in der Publikumswertung belegten. Die dritten Plätze gingen an Philip Omlor aus Braunschweig und Jan Frisch aus Weimar. Omlor überzeugte musikalisch und mit originellen Texten und Parodien. Jan Frisch faszinierte mit ausdrucksstarker rauer Stimme zwischen Blues und Jazz. In der Art des Kreislerschen schwarzen Humors stellten sich Plückhahn & Vogel vor und Sebastian Lohse setzte im Stile der Chansontradition früherer Jahrzehnte Akzente. Der schrillste Beitrag kam ohne Zweifel vom fränkischen Gankino Circus mit einer Mischung aus Folkpunk und Straßentheater. Ein vergleichsweise gutes Niveau hatte auch die offene Bühne mit elf Beiträgen. Paul Bartsch und Musiker seiner Band gestalteten den Workshop und ein Konzert, Dr. Lutz Kirchenwitz sprach zur Ausstellung über die Liederbestenliste und im Liedercafé musizierte man bis zu den ersten Sonnenstrahlen des neuen Tages. Genügend Nachwuchs in der Liedszene ist auf jeden Fall vorhanden, nur an Sängerinnen mangelte es diesmal auffällig.

 

VIERECKIGE RIESENFLÖTEN IN FULDA GESICHTET (11.01.2012)
Paetzold mit Flöten Wer noch nie zuvor vernommen hat, dass solch exotische Instrumente existieren, der wird nunmehr erstaunt und erfreut wahrnehmen, dass diese edlen Aerophone der Gattung Schnabelflöte bereits auf eine 35-jährige Erfolgsgeschichte zurückblicken können. Vater der flotten Flöten ist Herbert Paetzold, der sie einst nach einer Idee seines Onkels Joachim in Ebenhofen erfand. Der Erfolg gab den Paetzolds recht, schätzen doch so illustre Künstler wie Frans Brüggen, Johannes Fischer, Dietrich Schnabel und viele mehr die Qualität dieser besonderen Instrumente und setzen sie in ihren Konzerten und Studioaufnahmen ein.
Um die lebendige Tradition dieser Instrumente auch künftig angemessen fortführen zu können, hat sich Herbert Pätzold mit dem Fuldaer Flötenfertiger Joachim Kunath zusammengesetzt und ein Konzept erarbeitet, wie die Werkstatt der Viereckblockflöten künftig in Fulda ein neues zu Hause finden und verantwortungsvoll weitergeführt werden kann.
Den beiden Instrumentenbauern ist es hierbei wichtig, dass Tradition im Sinne von „Bewahren des Feuers, nicht der Asche“ gemeint ist. Genug Holz dürfte in der Werkstatt vorhanden sein.
Herbert Paetzold wird sich, neben der Beratungstätigkeit für Kunath, verstärkt dem Bau seiner runden Block- und Traversflöten widmen und das Kurs- und Konzertprogramm im Flötenhof gemeinsam mit seiner Frau Christina Paetzold noch mehr ausweiten. go! www.alte-musik.info

 

LIEDERMACHERTREFF (10.01.2012)
Die alljährliche Großveranstaltung der liederschreibenden Szene Triers und seiner Umgebung präsentiert am 25. Februar 2012 in der örtlichen Tuchfabrik wieder einmal vor allem deutschsprachige „Lyrics“, wie man heutzutage sagt – als gäbe es so schöne Wörter wie Verse oder „Ver-Dichtungen“ nicht (mehr). Die über die Jahre gewachsene Szene der regionalen Liedermacher und -innen gibt sich dabei bereits zum vierzehnten Mal ein Stelldichein der etwas anderen Art: wortreich und tonsuchend, frech, lustig, hinterlistig, deftig, kritisch, selbstironisch. Und dass auch der eine oder die andere dazustößt, die bisher nicht auf dieses Forum aufmerksam wurden, haben weitere Interessenten, solo oder als Gruppe, die wenigstens zwei, drei Lieder auf Deutsch in petto haben (maximal ein fremdsprachiges Stück ist erlaubt) noch bis 31. Januar die Möglichkeit, sich direkt bei der Tufa zu bewerben: info@tufa-trier.de. Bisher zugesagt haben Markus & Jonas Mich, Chris & Valentin Oberweis, das Duo Traumzeit, Why didn’t they ask Evans?, das Trio Woltähr sowie Matthias Weber. go! www.tufa-trier.de

 

DEUTSCH-FRANZÖSISCHER CHANSONPREIS VERGEBEN (09.01.2012)
Juliette Brousset 2011 „Die Sulzbacher Salzmühle – Le Moulin à Sel de Sulzbach“, so heißt diese neu kreierte Trophäe. Und der Veranstalter, die „Salzstadt“ Sulzbach an der Saar hat sich dabei richtig was gedacht: In den verschiedensten Orten und Kategorien werden deutsch-französische Preise ausgelobt, doch weder in Deutschland noch in Frankreich findet eine gemeinsame Würdigung für das Genre Chanson/Liedermacher, oder, wie die Franzosen sagen, „auteur-compositeur-interprète“ statt, obwohl diese künstlerische Ausdrucksform in beiden Ländern einen hohen Stellenwert genießt. Die Sulzbacher schlossen nun diese Lücke mit der Premiere des deutsch-französischen, als Hommage an den französischen Liedermacher und Poeten Georges Brassens gedachten und mit insgesamt 8.000 Euro dotierten Chanson-und Liedermacherpreises. Knapp 100 Künstler/innen hatten sich beworben. Die beiden ersten Preise gingen an Gilles Maire und Roger Stein. Weiterhin geehrt wurden Kiki Brunner, Gordon November und Juliette Brousset. Roger Stein von der Gruppe Wortfront räumte gleich dreimal ab: Den 1. Preis der Jury für deutsche Interpretation, den Publikumspreis und den Sonderpreis für das beste Themenlied „Salz“. Die Jury teilte den Sonderpreis auf, den sich Roger Stein und Juliette Brousset teilten.Der Saarländische Rundfunk lädt die beiden ersten Haupt-Preisträger der „Sulzbacher Salzmühle“ in diesem Jahr zu einem Preisträgerkonzert im KulturRadio ein. go! www.chansonpreis.de

 

MUSIKKRITIKER UNTER NEUER FÜHRUNG (06.01.2012)
Neuer PdSK-Vorstand; Foto: Manfred Gillig-Degrave Einen neuen Vorstand wählten die Juroren im Preis der deutschen Schallplattenkritik e. V. bei einer Mitgliederversammlung im Bonner Haus der Kultur. Für Prof. Dr. Lothar Prox, der seit November 2009 als Vorstandsvorsitzender amtierte, wurde Dr. Eleonore Büning, Redakteurin bei der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, neu gewählt. Den Vorstand komplettieren Mike Kamp, Herausgeber des Folker, und der Musikjournalist Dr. Christoph Vratz. Als Schatzmeister wurde Matthias Inhoffen bestätigt.
Zum Ehrenvorsitzenden wurde Rundfunk- und Buchautor Ingo Harden ernannt, der den Verein als geschäftsführender Sekretär von 1973 bis 2000 geleitet hat. „Er führte das Gremium der Kritiker in die Unabhängigkeit und gab ihm eine lebensfähige Struktur“, heißt es in der Begründung auf der Urkunde, die der Berliner Musikwissenschaftler Martin Elste überreichte, seinerseits Vorsitzender von 2000 bis 2008. Weitere Informationen unter go! www.schallplattenkritik.de

 

WADE-BEISSER - WELTMUSIKSTAR YOUSSOU N´DUR GEHT IN DIE POLITIK (05.01.2012)
Der Radiosender Funkhaus Europa wusste mehr als andere Medien und meldete bereits am 2.1., was seit heute von den Gazetten gemeldet wird und die Fans des Weltmusikstars Youssou N’Dour nicht freuen dürfe: Der erfolgsverwöhnte Senegalese steigt aus dem Musikbusiness aus und wendet sich der Politik zu. Er will aller Voraussicht nach am 26. Februar gegen den amtierenden Präsidenten Wade antreten.
Der bisherige UNICEF-Botschafter N’Dour ist der populärste Musiker Afrikas und ein internationaler Star der Weltmusikszene. Unvergessen seine Fusion westlicher und afrikanischer Musik auf seinem Album Wommat the Guide (1994), auf dem er im Duett mit Neneh Cherry „7 Seconds“ singt und einen Welthit landet. Mit 53 Jahren will N'Dour nun als Polititker in die Geschicke seines von Armut und Korruption gebeutelten Heimatandes Senegal eingreifen und gegen den seit 2000 amtierenden Präsidenten antreten. Der 85jährigen Abdoulaye Wade gehört wie N’Dour der Bruderschaft der Mouriden an, die einen innerweltlichen gemäßigten Islam vertritt. Wade bezeichnete den Weltmusiker zeitweise sogar als „Sohn“. Zum Bruch kommt es, als N’Dour seine im Musikgeschäft verdienten Millionen in Fernseh- und Radiostationen steckte, die kritisch über die Vetternwirtschaft des Chefs der Liberalen Partei PDS berichteten.
Youssou N’Dours Chancen stehen offenbar nicht schlecht. Wir werden den Ausgang dieser Wahl im Auge behalten.

 

SCHÖNE SECHZIG (05.01.2012)
Gerhard Schöne 2007 Zu DDR-Zeiten war er trotz seiner moralisch integren, unangepassten Haltung der erfolgreichste Liedermacher, verkaufte millionenweise Platten, spielte regelmäßig vor vollen Häusern und erhielt noch 1989 den Nationalpreis der DDR, obwohl er ein Jahr zuvor mit „Mit dem Gesicht zum Volke“ gewissermaßen das Wendelied schlechthin veröffentlicht hatte. Gerhard Schöne, Pfarrerssohn aus dem Städtchen Coswig bei Dresden und seit 2002 UNICEF-Botschafter, ist auch seit dem Mauerfall äußerst erfolgreich mit weiteren über zwanzig eingespielten Alben, die ihm unter anderem den Preis der deutschen Schallplattenkritik und für seine Kinderlieder – ein Schwerpunkt seiner Arbeit – den Medienpreis Leopold beschert haben. Vor einem stark christlich-humanistisch geprägten Hintergrund engagiert er sich häufig und medienfern, Kollegen und Weggefährten schätzen ihn als den „naiven Maler unter den Liedermachern“ (Barbara Thalheim), als „ehrliche Haut“ (Hans-Eckardt Wenzel), als jemanden, der seinen Weg in einer Konsequenz verfolgt, die ihn vor Vereinnahmung schützt (Klaus Koch, Buschfunk). Aktuell ist Schöne mit seinem neuesten Programm, den „Liedern der Briefkästen“ in Deutschland unterwegs, die gerade auch bei Buschfunk auf CD erschienen sind. Am 10. Januar feiert der Künstler seinen sechzigsten Geburtstag. Der Folker gratuliert schon einmal „vorträglich“.go! www.gerhardschoene.de

 

ENDERGEBNISSE II (03.01.2012)
Auch die World Music Charts Europe, die jeden Monat nicht aus Verkaufslisten, sondern anhand der Playlisten verschiedener Musikjournalisten und Radiomacher aus ganz Europa ermittelt wird, haben ihre WMCE-Jahresauswertung vorgelegt. An der Spitze landete bei dieser nach einem kryptischen, kaum nachvollziehbaren und schon gar nicht in einem Satz erklärbaren Verfahren erstellten Liste Fatoumata Diawara aus Mali mit ihrer CD Fatou. Gefolgt von Hazmat Modine aus den USA mit Cicada und dem finnisch-US-amerikanischen Gemeinschaftsprojekt Uniko von Kimmo Pohjonen, Samuli Kosminen und dem Kronos Quartet. go! www.wmce.de

 

ENDERGEBNISSE I (02.01.2012)
Das alte Jahr zu verabschieden, heißt auch immer, es musikalisch Revue passieren zu lassen in Form diverser Jahresbestenlisten. Auch die Jury der Liederbestenliste hat aus den Alben des Monats ihre CD des Jahre 2011 gewählt. Und der Gewinner ist Konstantin Wecker. Sein Album Wut und Zärtlichkeit bekam die meisten Stimmen der Jurymitglieder. Dicht gefolgt von Rainald Grebe und seiner mit der Kapelle der Versöhnung eingespielten CD Zurück zur Natur auf Platz 2 und Georg Breinschmids Album Brein´s World auf Platz 3.
go! www.liederbestenliste.de

 

LIEDERBESTENLISTE MIT NEUEM ALTEM VORSTAND (01.01.2012)
Am Tag nach einem erfolgreichen Liederfest mit Stoppok & Worthy (s. Laudatio auf den Liederpreisträger von Tom Schroeder in diesem Heft), Uta Köbernick & Band sowie Götz Widman am 18. November im Bonner Theater Pantheon, führte der die Liederbestenliste tragende Verein für deutschsprachige Musik seine jährliche Mitgliederversammlung durch. Dabei wurden für drei weitere Jahre als Vorsitzender Folker-Chefredakteur Michael Kleff, als stellvertretender Vorsitzender Folker-Herausgeber Mike Kamp und als Beisitzer Stephan Rögner in ihren Ämtern bestätigt. Als Nachfolger von Danuta Görnandt, die nicht mehr kandidierte, wurde Dieter Kindl zum Schatzmeister gewählt. Erste Amtshandlung des Vorstands: die Bestellung einer neuen Jury. Die Zusammensetzung findet sich unter go! www.liederbestenliste.de . Das Liederfest 2012 findet am 29. September im Mainzer Unterhaus statt.

 

MUSIK UND POLITIK (30.12.2011)
… steht ja erst im Februar wieder auf dem Programm des gleichnamigen Berliner Festivals, aber dennoch sei eine kleine Bestandsaufnahme erlaubt: Seit der Verein im Sommer 1991 in der Akademie der Künste gegründet wurde, fanden 12 Festivals, 10 Ausstellungen und einige Einzelveranstaltungen statt, zudem wurden 15 Broschüren herausgegeben. „Keine schlechte Bilanz“, sagt Vereinsgründer Lutz Kirchenwitz, und hofft, „dass wir auch in Zukunft noch einiges Nützliche zustande bringen“. Das hoffen und wünschen wir auch und sagen Glückwunsch!

 

5 JAHRE WOODY GUTHRIE FESTIVAL MÜNSTER (28.12.2011)
Schon im fünften Jahr fand unter dem Motto „Songs und Politik“ Anfang November 2011 das Woody Guthrie Festival Münster statt. Ein emotionaler Höhepunkt war in diesem Jahr die Revue „Ay Carmela!“, mit der ein internationales Ensemble (Duo Contraviento, Claudia Lahn, Pól MacAdaim) an die Internationalen Brigaden im Spanischen Bürgerkrieg und ihre Lieder erinnerte. Klaus Grabenhorst stellte in einem sehr gut arrangierten Programm mit begeisternder Musik Songs von Woody Guthrie in deutscher Übersetzung vor. Rolly Brings, Klaus der Geiger und Bernd Barbe waren einige der anderen Künstler. Das Woody Guthrie Festival Münster wird im Jahr 2012 voraussichtlich vom 1. – 4. November stattfinden. go! www.wgf-münster.de

 

NAMMYS 2011 (26.12.2011)
Shelley Morningsong Anfang Oktober erreichten uns die Ergebnisse der diesjährigen Native American Music Awards. In den hier interessierenden Genres gab es unter anderem folgende Gewinner: Der Preis für das beste Album ging an Shelley Morningsong mit Full Circle, im Bereich Folk an den Kanadier Don Amero mit The Long Way Home, Randy Wood erhielt die entsprechende Auszeichnung für The Gift Of Life im Bereich Traditional, Rhonda Head die für Kayas in der Kategorie Weltmusik; „Newcomer des Jahres“ wurde Bear Fox mit dem Album Rich Girl, „Flötist des Jahres“ Cody Blackbird mit The Journey. Alle Preisträger und Infos auf go! www.nativeamericanmusicawards.com . Auch hier herzliche Folker-Gratulation!

 

PREISE UND ORAKEL (23.12.2011)
Tomas Tranströmer Der diesjährige Nobelpreis für Literatur ging wieder nicht an Bob Dylan, dafür an den eher unbekannten schwedischen Schriftsteller Tomas Tranströmer. Eher unbekannt? Nun ja, aufmerksame Folker-Leserinnen und -Leser sollten ihn kennen. Fand sich doch just in unserer letzten Ausgabe (go! Heft 5/2011 ) mit dem Schwerpunkt „Nordische Musik“ ein Gedicht von selbigem, und zwar im Rahmen des Beitrags zum zwanzigjährigen Jubiläum des go! Festivals Nordischer Klang in Greifswald. Als hätten wir’s geahnt … Wir gratulieren recht herzlich und bieten uns nach dem Ableben von Krake Paul und Opossum Heidi als Folge-Orakel an.

 

SEXY MUSIKERIN (20.12.2011)
Cover Rolling Stone Dachten wir uns, dass der geneigte Leser auf diese Überschrift anspringt – deswegen haben wir sie auch stehen lassen! Viel reißerischer sind in Wirklichkeit aber die Kollegen anderer Musikzeitschriften, denn eine soziologische Studie der US-Universität Buffalo unter der Leitung von Erin Hatton und Mary Nell Trautner blätterte sich durch sämtliche Cover der amerikanischen Ausgabe des Musikmagazins Rolling Stone von 1967 bis 2009, um diese daraufhin zu untersuchen, inwieweit Frauen und Männer hier sexualisiert dargestellt werden. Dabei fanden sie schier Unglaubliches heraus, möchte man meinen: Frauen werden immer stärker „sexualisiert“ oder sogar „pornofiziert“. Ach, nein … „Dabei sei nicht die Darstellung als ‚sexy Musikerin‘ das Problem, sondern die Darstellung als williges Sexobjekt“, so die Forscher. Das könne zu einer Legitimierung von Gewalt gegen Frauen in Form von sexueller Belästigung führen und Sexismus in der Gesellschaft fördern. Außerdem könnten die Bilder die Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper unter Männern, Frauen und insbesondere Mädchen erhöhen, zu Essstörungen führen sowie die sexuelle Zufriedenheit beider Geschlechter beeinträchtigen, heißt es in der Studie. Nun, wir sind gespannt, zu welchem Ergebnis man bei einer Untersuchung der vorliegenden Jahrgänge des Folker kommen würde … Möge die Kunst im Mittelpunkt stehen – obwohl auch dieses Magazin in erster Linie von Männern gemacht wird! Mehr zur Studie unter go! www.buffalo.edu/news/12769 .

 

DOPPELTER KLEINKUNSTPREISTRÄGER (17.12.2011)
Wortfront Der hessische Kleinkunstpreis Herborner Schlumpeweck ging dieses Jahr gleich zweimal an die Musiker von Wortfront. Sie wurden von der Jury aus insgesamt 170 Bewerbungen ausgewählt. „Sie nehmen uns mit auf eine manchmal bittersüße Zeitreise zum eigenen Ich. Dabei verbinden sie Poesie und populäre Musik zu nachhaltiger und intelligenter Unterhaltung“, heißt es in der Begründung. Die Band bewegt sich musikalisch zwischen Chanson, Pop und Hip-Hop, gepaart mit intelligenten und teils scharfzüngigen Texten. Am Ende entschied sich auch das Publikum unter sechs Finalisten für Wortfront, sodass die gleich beide Preise einheimsen konnten, die immerhin mit je 2.000 Euro dotiert sind. Gratulation!
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