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Unsere aktuellen Meldungen

Unabhängig vom gedruckten FOLKER werden wir auf der Startseite aktuelle Meldungen aus der Folk-Szene bringen. Für manche der Themen gibt es hier dann auch nähere Informationen. Schaut einfach ab und zu mal rein!

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go! BLUES, BLUES, BLUES (19.06.2013)

go! MAGAZIN GEGEN DEN TREND (17.06.2013)

go! BBC2 FOLK AWARDS 2012 (15.06.2013)

go! CHANSONPOESIE IM SAARLAND (13.06.2013)

go! IRON LADY? RUST IN PEACE! (10.06.2013)

go! SHOCKED SCHOCKT SCHWULE (08.06.2013)

go! VERLÄSSLICHER VENNER FOLKFRÜHLING (05.06.2013)

go! ALTSTADTFEST MIT DEUTSCH-FRANZÖSISCHER MUSIK (02.06.2013)

go! RIO PALISANDER – EIN HOLZ UNTER NATURSCHUTZ (30.05.2013)

go! MUSIK VON DER „ROUTE 24” (27.05.2013)

go! 20 JAHRE FOLKMUSIK IN SCHESWIG-HOLSTEIN (24.05.2013)

go! BENEFIZKONZERT FÜR AYALOLO (21.05.2013)

go! FÜNFZIG JAHRE POLLINA (18.05.2013)

go! EIN JAHRZEHNT MALBROOK (16.05.2013)

go! FOLKIGES KUCKUCKSEI (13.05.2013)

go! DIE ALPEN RAUSCHEN… (10.05.2013)

go! SONGS FÜR DEN FRIEDEN – JETZT AUCH AUF CD (07.05.2013)

go! GLATT UND VERKEHRT IN ÖSTERREICH (04.05.2013)

go! MUSIK SPORTLICH (01.05.2013)

go! KLEZMER – MELANCHOLIE UND LEBENSFREUDE AUF DEM SCHEERSBERG (28.04.2013)

go! HANNES HALLT NACH (25.04.2013)

go! AFRIKANISCHE SCHWEIZ (22.04.2013)

go! JETZT BEWERBEN ZUR CREOLE (20.04.2013)


 

BLUES, BLUES, BLUES (19.06.2013)
Tommy Schneller Band, Sieger Blues Challenge; Foto: J. Achten Zwischen dem 1. und 31. Juli haben alle Bluesenthusiasten wieder die Möglichkeit, online für ihre Favoriten bei der fünften German Blues Challenge und den vierten German Blues Awards abzustimmen. Fünf Bands werden dann die Möglichkeit erhalten, sich am 21. September im Brauhaus Eutin den Wertungen der internationalen Jury zu stellen. Am selben Abend werden auch die Preisträger des Awards geehrt. Der Sieger der Challenge erhält zugleich eine Nominierung, Deutschland im Frühjahr sowohl bei der Europäischen Blues Challenge im lettischen Riga als auch bei der International Blues Challenge in Memphis zu vertreten. Den Zugang zur Onlineabstimmung sowie alles weitere Wissenswerte zur Veranstaltung findet man auf der Website des veranstaltenden Baltic Blues e. V., www.bluesfest-eutin.de

 

MAGAZIN GEGEN DEN TREND (17.06.2013)
...das F-Wort fett auf dem Cover und auch noch, völlig gegen den digitalen Trend, als Printmedium! Dirty Linen, das traditionsreiche US-amerikanische Fachblatt für Rootsmusik, musste 2010 angesichts schwindender Abonnentenzahlen die Coverdeckel schließen, dem niederländischen Magazin New Folk Sounds, das 1988 aus der Zeitschrift Janviool hervorgegangen war, erging es nicht anders. Immerhin gibt es das Magazin noch, wenn auch nur digital. Die vor sechzig Jahren unter anderem von Pete Seeger gegründete Mutter aller Folkzeitschriften, Sing Out!, legte Ende vergangenen Jahres eine seitenschwindsüchtige Notnummer vor – der Trend geht eindeutig zur Digitalnummer im Internet. Wo andere Magazine eingehen angesichts des immensen Konkurrenzdrucks im Internet, geht die belgische Volksmuziekgilde andere Wege: Fünfundzwanzig Jahre lang erschien Goe Vollek als Vereinsblättchen für Mitglieder. Nun wollen die Herausgeber den Blickwinkel inhaltlich erweitern und nennen ihr neues Magazin schlicht und ergreifend: Folk. Es werden vier Ausgaben im Jahr erscheinen und für moderate 15 Euro erhältlich sein, und zwar hier: www.muziekmozaiek.be

 

BBC2 FOLK AWARDS 2012 (15.06.2013)
Steve Knightle; Foto: Debs Earl Zum ersten Mal wurden die Preise in Glasgow im Rahmen der Celtic Connections vergeben. Der Engländer Steve Knightley von Show of Hands erinnerte sich seiner schottischen Verwandtschaft und erschien zur Freude seiner weiblichen Fans im Kilt. Er erwartete, einer von vielen Kiltträgern zu sein – und war der einzige! Schande über Schottlands männliche Musiker für ihren mangelnden Mut zur Beinfreiheit! Das gilt natürlich nicht für die Musik. So erhielten Aly Bain und Dougie MacLean beide einen Lifetime Award und Lau wurde zur Gruppe des Jahres gekürt. Eine Auswahl der weiteren Preisträger: Nic Jones (Sänger des Jahres), Kathryn Tickell (Musikerin des Jahres) oder Bellowhead, deren Album Broadside (s. Rezensionen in diesem Heft) CD des Jahres wurde.

 

CHANSONPOESIE IM SAARLAND (13.06.2013)
Chansonpreis Emilie Marsh und Etienne Champollio_; Foto: eter Diersch Eindeutig in Richtung „gutes und wahres Chanson“ – so entschied sich am 02.03.2013 die Jury des einzigen deutsch-französischen Chansonpreises, der Sulzbacher Salzmühle. Zum zweiten Mal (nach 2011) kamen, eingeladen von Festivalleiter Wolfgang Winkler, fünf Finalisten ins Saarland. Und am Vorabend, zum Jubiläum von Deutschlands einziger Chansonradiosendung Rendezvous Chanson (SR 2), kamen z. B. Reinhard-Mey-Interpret Ivo Pügner (Landau) und der Direktor des Textchansonfestivals von Barjac, Jofroi. Gestandene Chansonpoeten räumten die Hauptpreise ab (je 2000 Euro): Laurent Berger aus der Gegend von Grenoble, die Schauspielerin und Sängerin Manuela Sieber aus Berlin, beide schon länger im Geschäft. Den Sonderpreis für das beste „Salzlied“ (Sulzbach ist ehemalige Salzhandelsstadt) bekam die blutjunge Emilie Marsh. Sie lebt und arbeitet heute in Paris, ist eine der hervorragendsten jungen Chansonfrauen derzeit – und kann prima Deutsch. Sie, Mélinée (eine Toulousanerin in Berlin) und der Newcomer Lukas Meister aus Freiburg fuhren dann noch mit je 1000 Euro für den zweiten Preis nach Hause. Denn das ist das Besondere an der Sulzbacher Salzmühle: Jeder im Finale hat schon gewonnen. (www.chansonpreis.de) Beide Abende waren ausverkauft, der „Monsieur Chanson“ von SR 2 Kulturradio und Folker-Mitarbeiter Gerd Heger moderierte – ebenfalls zweisprachig, wie es sich im Chansonland Saarland an der Grenze gehört.

 

IRON LADY? RUST IN PEACE! (10.06.2013)
Chumbawumba „De mortuis nihil nisi bene!“ , so sagt der Lateiner, doch der Durchschnittsbrite scheint dem Grundsatz, man solle über die Toten nichts als Gutes sagen, nur bedingt folgen zu wollen. Dass die frühere britische Premierministerin Margaret Thatcher, nicht nur Freunde hatte, zeigt sich nach dem Tod der am 08. 04 2103 verstorbenen Politikerin. Anti-Thatcherianer puschten mittels Facebook-Kampagne einen Judy-Garland-Song aus dem Film Der Zauberer von OZ (1939) an die Spitze der UK-Charts und bereiten damit den BBC-Verantwortlichen Kopfzerbrechen: „Ding Dong The Witch is Dead“, so meldet die britische Zeitung The Telegraph am 14. 04. 2013 in seiner Internetausgabe, peile derzeit Platz vier der britischen Verkaufshitparade an und benötige lediglich ein paar tausend weitere Downloads, um an die Spitze zu gelangen. Sollte es dazu kommen, ist die große Frage, ob die BBC das Lied in ihrer Hitparade spielen soll oder nicht. Die Mitglieder der 2012 aufgelösten Band Chumbawamba stellen sich eine solche Frage sicher nicht, sie liefern einen eigenen Beitrag zur post-mortalen Hexenjagd: Sie liefern einen Tag nach dem Ableben der Politikerin, wie sie den Vorbestellern bereits vor vier Jahren versprochen hatten,  eine EP mit dem Titel „In Memoriam: Margaret Thatcher“ aus. Die Band will damit klare Gegenposition zu den „höflich-respektvollen Nachrufen“ beziehen: „Lasst es uns klarmachen: Dies ist ein Anlass zum Feiern, Party zu machen, den Dreck nieder zu trampeln. Morgen können wir dann damit weitermachen, gegen die nachfolgenden Regierungen anzuschreien und -schreiben und -arbeiten, die so offensichtlich der Thathcherschen Kürzungs- und Brandpolitik folgten, wie vor allem auch die gegenwärtige. (...) Unsere tiefsten Sympathien gelten den Familien der Opfer Margaret Thatchers.“ www.chumba.com

 

SHOCKED SCHOCKT SCHWULE (08.06.2013)
Michelle Shocked Die Sängerin Michelle Shocked, weithin bekannt für ihre politisch linke, liberale Haltung, verursachte einen handfesten Skandal, indem sie während eines Konzertes in der amerikanischen Schwulenhochburg San Francisco gegen die Schwulenehe wetterte, und sorgte dafür, dass ihre Fans im zweiten Set reihenweise den Saal verließen. Die Sängerin zitierte Bibelverse aus dem Alten Testament, in denen Homosexualität verdammt wird, zunächst auf Englisch, dann auf Spanisch. Obendrein forderte sie das Publikum auf, auf Twitter zu verkünden: „Michelle Shocked sagt, dass Gott Schwule hasst“. Das Verhalten der Sängerin stieß auf allgemeines Unverständnis. Noch 2008 hatte die Sängerin in einem Interview dem Schwulenmagazin Dallas Voicezu Protokoll gegeben: „ Homosexualität ist nicht mehr oder weniger eine Sünde als Unzucht. Und ich bin eine Unzüchtige mit großem U.“ Nun rätselt die große Mehrheit ihrer Fans, was die Sängerin, die einst gegen die republikanische Politik und den früheren amerikanischen Präsidenten Georg W. Bush wortgewaltig zu Felde zog, zu diesem verbalen Ausfall verleitet haben mag. Vielleicht die Lust am künstlerischen Selbstmord? Ob da das Zurückrudern drei Tage später in zwei wirren offenen Briefen noch hilft? Das darf zumindest bezweifelt werden. Dann doch schon lieber klare Kante zeigen wie die britische Band Chumbawamba, die einst sang: „Homophobia the worst disease / You can’t love who you want to love / In times like these!“

 

VERLÄSSLICHER VENNER FOLKFRÜHLING (05.06.2013)
Ray Austin; Foto: Ingo Nordhofen Nach einem nicht enden wollenden Winter und einem offenkundig arbeitsunwilligen Frühling wird es Zeit für die ersten musikalischen Frühjahrsboten. Die treten in Ostercappeln-Venne nahe Osnabrück verlässlich immer wieder um das Muttertagswochenende auf. In diesem Jahr feiern Dieter Wasilke und der Verein der Folkfrühling-feierfreudigen Venner Bevölkerung ein kleines Jubiläum: 15 Jahre lang gibt es das Musikfestival für die ganze Familie nun schon. In diesem Jahr geht es einen Tag früher los, schon am Donnerstag, dem 9. Mai mit einem Sonderkonzert auf der Mühleninsel, mit Circle Nine und Celtica Pipes Rock. Im weiteren Programm treten unter anderem Cathrin Pfeifer & Band auf, Ray Austin, Die Grenzgänger, Si Kahn, Kieran Halpin und Horch. In diesem Jahr kommen besonders Freunde der Fingerstyle-Gitarre auf Ihre Kosten. Neben Jens Kommnick – genau wie Peter Kerlin, Tom McConville und Allan Taylor schon „Stammpersonal“ beim Folkfrühling – treten in diesem Jahr Markus Segschneiden, Sammy Vomácka und Jaques Stotzem auf.
www.folkfruehling.de

 

ALTSTADTFEST MIT DEUTSCH-FRANZÖSISCHER MUSIK (02.06.2013)
Dan Ar Braz Es wird das größte deutsch-französische Liederfest im Elysée-Jubiläumsjahr (www.elysee50): das Saarbrücker Altstadtfest vom 28 bis 30. Juni. Das von Norbert Küntzer (Stadt Saarbrücken) geleitete Fest hat sich in den letzten Jahren zu einem ernstzunehmenden Festival entwickelt (wo früher nur Musik und Futtern war). In der größten Jubiläumsveranstaltung der Stadt – eine von zweihundert im Saarland –, wird „das Paket aufgelegt“ (wie der Franzose sagt: „mettre le paquet“), man klotzt: Bretonischer Schwerpunkt mit Dan Ar Braz’ „Celebration Tour“ (einziger Auftritt in D), Alan Stivell, Gwennyn und den Saarländischen Bretonen An Erminig, Bistrot Musique Spezial (SR 2 Kulturradio) mit Chansons von Yvan Cujious (Wortjongleur aus Toulouse) über Louis Ville („Tom Waits von Lothringen“) bis Niuver (Frankokubanerin aus Paris), deutsche Songpoeten wie Cris Cosmo, Pele Caster und Ben Shadow, die Stewardessen, Liederbestenliste-Abonnenten wie Nadine Maria Schmitt, Gordon November oder Caro.Kiste.Kontrabass, Regionales mit Marcel Adam – das sind nur ein paar der Acts auf fünf Bühnen, drei Tage lang, umsonst und draußen. Künstlerclub und umfangreiches Rahmenprogramm gibt es dazu, ein echtes Liederfest eben.

 

RIO PALISANDER – EIN HOLZ UNTER NATURSCHUTZ (30.05.2013)
Das Bundesamt für Naturschutz informiert: Rio Palisander ist ein beliebtes brasilianisches Holz für Musikinstrumente, ist aber seit dem 11.06.1992 so geschützt wie Elfenbein. Der Handel mit nach dem 20.07.1992 gebauten Instrumenten und die Einfuhr in die EU sind verboten. Wer ein älteres Instrument besitzt, darf es behalten, sofern er eine Legalitätsbescheinigung hat, darf damit auch kommerziell musizieren und darf es zu diesem Zweck in die EU und nach Deutschland einführen. Der Handel mit diesen Instrumenten ist dagegen verboten und auch das Ausstellen der Instrumente. Bei Einfuhr nach Deutschland von außerhalb der EU muss man das Instrument bei der Bundesbehörde anmelden, bei Einfuhr aus einem anderen EU-Land bei der Landesbehörde. Ausnahmegenehmigungen für das Ausstellen von Instrumenten zu reinen Lehrzwecken, am besten auch zur Belehrung über den Schutzstatus von Rio Palisander, bekommt man ebenfalls dort. Ansonsten ist jedes Ausstellen, auch im Rahmen von Konzerten, verboten. Im Zweifelsfall kann die Behörde auch ermitteln, ob das betreffende Instrument legal ist oder nicht. Mehr Details unter: http://www.bfn.de/fileadmin/MDB/documents/presse/Hintergrund-Fragen-Antworten-Rio-Palisander_FINAL.pdf

 

MUSIK VON DER „ROUTE 24” (27.05.2013)
Der 24. Längengrad Es ist noch ein wenig früh für diese Meldung, aber auf schöne Ereignisse darf man sich ja gerne etwas länger freuen. Daher sollte man sich den Termin des 38. Bardentreffens in Nürnberg vormerken: Vom 26. bis 28. Juli nehmen die Veranstalter ihre Gäste mit auf eine musikalische Reise entlang des 24. Längengrads durch das geografische Osteuropa von Helsinki bis nach Athen. Unterwegs können die Besucher des Bardentreffens überraschende Entdeckungen mit neuer Sicht auf den Osten Europas machen: Zu hören sein werden unter anderem das Tango Orkesteri Unto aus Finnland, die Brüder Johansonid aus Estland, das Ethno-Trio Troitsa aus Weißrussland, wie Warsaw Village Band aus (natürlich) Polen sowie das ukrainische Gesangsensemble Dakha Brakha. Aus Rumänien werden Oana Catalina Chi?u zu Gast seine und die Mahala Rai Band, aus Bulgarien reisen Kottarashky & The Rain Dogs und Nikola Parov an, aus Ungarn Ágnes Herczku. Aus Griechenland kommen Apsilies und Greekadelia, die 2012 die World Music Charts anführten. Der Besuch des Festivals ist kostenlos. Alle Infos unter www.bardentreffen.de

 

20 JAHRE FOLKMUSIK IN SCHESWIG-HOLSTEIN (24.05.2013)
LGA Folkmusik in Schleswig-Holstein Es gibt sie etwa alle drei bis vier Jahre, aber sie hat schon eine lange Tradition, die Broschüre der LAG Folk in Schleswig-Holstein. Und sie ist einzigartig, denn kein anderes Bundesland hat eine LAG und bietet einen solch komprimierten Überblick über die aktiven Musiker des Landes. Alle Künstler werden mit Foto, Info und Kontaktdaten porträtiert. Das beginnt mit Allerhand und endet mit der Gruppe Zuschlag noch lange nicht, denn es werden auch Veranstalter, Verbände oder Folkklubs vorgestellt. Ein ausgesprochen nützliches Werk mit 84 Seiten, zu beziehen über www.lagfolk.de

 

BENEFIZKONZERT FÜR AYALOLO (21.05.2013)
Elmar Roetz Der Musiker Stiff la Wolf wurde kurz vor dem vergangenen Weihnachtsfest fünfzig Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch. Das allein wäre nur bedingt eine Meldung wert, jedoch feiert auch Elmar Roetz, Pianist der Stiff la Wolf Band, diesen runden Geburtstag, und zwar im Juni. Die beiden Musiker überlegten, wie diese Geburtstage angemessen gefeiert werden können. Es entstand die sympathische und unterstützenswerte Idee, ein Benefizkonzert zu geben (daher diese Meldung), und zwar am 29. Juni im Gemeindesaal zu Dechow, dem schönsten Dorf Mecklenburg-Vorpommerns. Der Erlös kommt dem Verein Ayalolo zugute, der Projekte für Straßenkinder in Ghana finanziert. La Wolf und Roetz sind der Ansicht, dass Kinder in Afrika nicht mit Kleinwaffen aus Deutschland versorgt werden dürfen, und möchten daher das Hilfsprojekt fördern. Vor der Stiff la Wolf Band tritt mit Samuel Bekoes Pan-Africa-Project aus Lübeck eine Trommelformation als Vorgruppe auf. Wer sich schon mal auf handgemachte Americanamusik aus Mecklenburg-Vorpommern einstimmen möchte, dem sei die Hompage www.stiff-la-wolf.de empfohlen.

 

FÜNFZIG JAHRE POLLINA (18.05.2013)
Pippo Pollina 2012 Sein Werdegang ist gut dokumentiert in dieser Zeitschrift, sei es als Solokünstler oder in Kooperationen (wie mit Linard Bardill), mit seinen Alben und auch mit seiner von Franco Vassia 2010 veröffentlichten Biografie. Am 18. Mai wird der sizilianische Cantautore mit Schweizer Wohnsitz und Pass, Pippo Pollina, fünfzig Jahre alt und kann auf eine über dreißigjährige Tätigkeit als Musiker zurückblicken. Zu diesem Anlass finden am 17., 18. und 19. Mai im Volkshaus in Zürich drei große Konzerte statt, bei denen ihn einige der wichtigsten Musiker, die in all den Jahren die Bühne mit ihm teilten, begleiten – unter anderem Roberto Petroli (Saxofon, Klarinette), Jo Barnikel (Piano, Keyboard), Jean-Pierre von Dach (Gitarren) und Thomas Fessler (Gitarren). Äußerst klangvoll sind auch die Namen der musikalischen Gäste, die Pollina sich für Duette eingeladen hat, auch sie zumeist keine Unbekannten auf diesen Seiten. Bei Redaktionsschluss fest standen unter anderem: Linard Bardill, Dodo Hug & Efisio Contini, Werner Schmidbauer & Martin Kälberer, Etta Scollo, Konstantin Wecker sowie Pollinas eigene Kinder, Julian und Madlaina. Eine Überraschung soll es aber bleiben, wer an welchem Abend auftritt. Bereits im November des vergangenen Jahres waren zwei der drei Termine ausverkauft, inzwischen sind gar keine Tickets mehr zu haben – was für das rege Interesse an dem sympathischen Liedermacher und sein über viele produktive Jahre erarbeitetes Ansehen spricht. (Ein kleiner Geheimtipp vielleicht: Die Vorpremiere findet am 16. Mai im Chössitheater im ebenfalls schweizerischen Lichtensteig statt. Bei Redaktionsschluss war dort noch etwas mehr als die Hälfte der Plätze zu haben!) Ein erstes vorauseilendes Geburtstagsgeschenk machte ihm im Februar übrigens das Fachpublikum der Internationalen Kulturbörse Freiburg, das ihn zum Gewinner der diesjährigen Freiburger Leiter in der Sparte „Musik“ kürte. Zu beiden Ereignissen gratuliert der Folker somit aufs Herzlichste! www.pippopollina.com

 

EIN JAHRZEHNT MALBROOK (16.05.2013)
Malbrook 2012 Im Jahre 2003 erschien die CD Malbrook von Wolfgang Meyering. Dies war die Geburtsstunde der gleichnamigen Band, zu deren Gründungsmitgliedern damals unter anderem der Dudelsackspieler Ralf Gehler und die Harfenistin Merit Zloch gehörten. Später kam die Geigerin Vivien Zeller dazu. Seit etwa 3650 Tagen sind sie jetzt also unterwegs „im Namen des Norddeutschen Folkes“. Zum Geburtstagskonzert am 6. September im Freilichtmuseum Schwerin-Mueß haben die mittlerweile wieder als Trio spielenden Musiker von Malbrook musikalische Weggefährten aus ganz Europa zum Windros-Folk-Festival geladen. (www.windros-festival.de)

 

FOLKIGES KUCKUCKSEI (13.05.2013)
Cara 2010 Vom 18. bis 20. Juli findet auf dem Gelände des Club Kuckucksei in Nürtingen bei Stuttgart zum sechsten Mal das Folkival statt. Im Jahr 2008 sollte es eigentlich nur einmal ein Irish-Folk-Fest geben – aber Pustekuchen! Inzwischen hat sich das Fest zu einer kleinen Perle der süddeutschen Folk-Szene gemausert. In diesem Jahr sind mit dabei: Cara, Broom Bezzums, Matching Ties, Sackville Street, Tony McManus, Tweed, Ceolia, Single & Fraser, Boris A. Kunz, Chrinaho und Fànaì. Weitere Informationen sowie Tickets im Vorverkauf gibt es unter www.folkival.de

 

DIE ALPEN RAUSCHEN… (10.05.2013)
… und zwar ganz gewaltig anlässlich des 13. Alpen-Klangrausch-Treffen in Ternberg, Oberösterreich. Da wird vom 16. bis 18. August nach Herzenslust musiziert, getanzt und gefeiert. Das Treffen hat sich zu einer Versammlung von Interessenten aus halb Europa entwickelt. Wer Geld sparen will, der/die sollte sich bis 31. Mai anmelden. Bis dahin kostet der Spaß im wahrsten Sinne des Wortes nämlich nur 22 Euro, danach sind es 42 Euro. Anmeldung und Infos über www.klangrausch.at

 

SONGS FÜR DEN FRIEDEN – JETZT AUCH AUF CD (07.05.2013)
CD-Songs für den Frieden Vol.01 Wir berichteten seinerzeit über den Friedenssong-Wettbewerb der DFG-VK (Folker 3/12, S. 39). Der war, trotz etwas magerem Zuschauerzuspruchs beim Siegerkonzert, ein voller Erfolg und soll nun alle drei Jahre erneut ausgeschrieben werden. Um dafür ein wenig Geld zu sammeln und natürlich um die Bandbreite der eingereichten Friedenslieder zu dokumentieren, haben die Veranstalter – unter Federführung von Frans Valenta (Grafik) und Dieter Riebe (Zusammenstellung) – eine lobenswerte CD der Beiträge produziert. Diese Scheibe wird zum Preis von 10 Euro verkauft und der Erlös geht zu hundert Prozent in den nächsten Wettbewerb. Es lohnt sich! Bezug über www.dfg-vk-bonn-rhein-sieg.de

 

GLATT UND VERKEHRT IN ÖSTERREICH (04.05.2013)
Tatiana Parra; Foto: Dani Gurgel Ab 29. Juni laden die Veranstalter des niederösterreichischen Festivals „Glatt und Verkehrt“ in Krems wieder einen Monat lang bis zum 28. Juli zu musikalischen Entdeckungsreisen rund um den Erdball ein. Das Festival bietet laut Pressetext „Unerhörtes wie Althergebrachtes und ermöglicht neue Kombinationen. Es versucht einmal mehr, das Phänomen der Weltmusik im Spannungsfeld von traditioneller und zeitgenössischer Musik zu reflektieren und vielleicht sogar ein Stück weit neu zu definieren.“
Zum Auftakt des Programms 2013 gibt es einen Brasilienabend mit Tatiana Parra, Benjamim Taubkin, Alegre Corrêa. An verschienenden attraktiven Spielorten – Schlosshof zu Spitz, Stift Göttweig und im Klangraum Krems Minoritenkirche – und bei einer musikalischen Donauschiffsfahrt folgen dann Heurigenmusiken, Filmprogramme und mehr. Themen sind heuer u. a. Sufismus, Musik mit selbstgebauten Instrumenten, Musik aus dem Mittelmeerraum. Alle Infos kennt das Internet unter der Adresse www.glattundverkehrt.at

 

MUSIK SPORTLICH (01.05.2013)
Kongero Wer sich musikalischen Genuss sportlich verdienen will, der ist bei der inzwischen elften Ausgabe des Festivals Jazz Folk & Bike im niedersächsischen Syke unweit von Bremen bestens aufgehoben. Per Pedal erradelt, per pedes erwandert oder auch sonstwie „erfahren“ werden können an drei Tagen vom 31. Mai bis 2. Juni die ungewöhnlichen Veranstaltungsorte, an denen ebenso ungewöhnliche Musik – sprich Musik abseits des Mainstreams – geboten wird. Zur Bühne werden die Diele eines Museums, eine alte Wassermühle, die Senke in der Wolfsschlucht, die Scheune eines ehemaligen Bauernhofs, der Park eines Zentrums für zeitgenössische Kunst sowie einige Kirchen. Mit dabei in diesem Jahr Martin C. Herberg, die Martfeld Bluesband, das Susanne Alt Quintett, Kongero, Beat ’n Blow, das Günther Späth Quartett, das MIB Festival Ensemble sowie Ali Haurand & Jiri Stivin. Zusätzlich finden ein Bläserworkshop statt und eine geführte Radtour. Detailinfos und Termine finden sich auf www.jazzfolkbike.de.

 

KLEZMER – MELANCHOLIE UND LEBENSFREUDE AUF DEM SCHEERSBERG (28.04.2013)
Andrea Pancur und Ilya Shneyveys Neuland betreten die Veranstalter beim inzwischen bereits zum 39. Mal stattfindenden Internationalen Folktreffen vom 17. bis 19. Mai in der Bildungsstätte Jugendhof Scheersberg. Der Erfolg des Schwerpunkts auf nordamerikanischer Musik im vergangenen Jahr hat den Veranstaltern „bewiesen, dass die Folkies offen sind für Musikstile, die sie selber nicht spielen.“ Dazu gehöre die Klezmermusik. Zahlreiche Auftritte von Giora Feidmann, so die Veranstalter, haben jedoch sehr zur Bekanntheit dieses Genres mit dem besonderen Klarinettenklang beigetragen. Im Laufe des 20. Jahrhunderts sei die Klezmermusik zwar in Vergessenheit geraten, im Zuge des allgemeinen Folkmusikrevivals der Siebzigerjahre jedoch von Gruppen wie Brave Old World, Klezmatics und anderen wiederbelebt worden. Einige der wichtigsten Musiker aus der deutschen Klezmerszene haben die Veranstalter zum Folktreffen eingeladen: Vanessa Vromans, Georg Brinkmann, Andrea Pancur, Ilya Shneyveys, Andreas Schmitges, Bernd Spehl und Svetlana Kundish. Sie sind Dozenten der Workshops und werden in verschiedenen Formationen zum Konzert und zum Tanz aufspielen. Jürgen Leo, früher Mitglied in den Gruppen Kunterbunt und Liederjan und Musiker mit (Kinder-)Folkmusikerfahrung wird eine Kinderwerkstatt leiten. www.scheersberg.de

 

HANNES HALLT NACH (25.04.2013)
Hannes Wader; Foto: Doris Joosten Na, das is ja’n Ding: Da wird der Exkommunist für sein Lebenswerk mit einem Preis belohnt, der ansonsten von Erzkapitalisten nicht nach Qualität, sondern ausschließlich nach kommerziellen Gesichtspunkten – sprich Verkaufszahlen – vergeben wird. Mitglied der DKP ist Hannes Wader zwar schon lange nicht mehr, doch an seiner sozialistischen politischen Grundhaltung hat sich nichts geändert. Dahinter steht für ihn eine Art moralischer Pflichtanspruch. Zumindest ist es Wader erspart geblieben, gemeinsam mit der rechtspopulistischen Südtiroler Rockband Freiwild auf einer Bühne zu stehen. Deren Nominierung hatte das Echo-Komitee aufgrund der Proteste der Bands Kraftklub und Mia zurückgenommen. Zum Glück kam von den Verantwortlichen auch niemand auf die Idee, Wader mit dem ebenfalls nominierten Heino zusammen „Schwarzbraun ist die Haselnuss“ singen zu lassen. Am Ende wurde es dann doch nur ein Duett mit Campino und den Toten Hosen. Glück gehabt, Hannes!

 

AFRIKANISCHE SCHWEIZ (22.04.2013)
Alpha Blondy; Foto: Youri Lenquette Auch die 24. Ausgabe des Afro-Pfingsten Festivals vom 13. bis 20. Mai in Winterthur fährt schwere Geschütze auf: Mit Namen wie Alpha Blondy, Rokia Traoré, Salif Keita, Ieyoka und Junior Tshaka konnte man wieder einmal äußerst namhafte Künstler des Schwarzen Kontinents in die beschauliche Schweizer Provinz locken. Und mit ihnen sicherlich auch wieder Tausende von Besuchern. Zahlreiche Workshops, drei Märkte, Ausstellungen, Filmvorführungen und mehr ergänzen und komplettieren das reichhaltige Programm. Ausführliche Infos und genaue Termine sind zu finden unter www.afro-pfingsten.ch.

 

JETZT BEWERBEN ZUR CREOLE (20.04.2013)
Noch bis zum 17. Mai läuft die Bewerbungsfrist für die Wettbewerbskonzerte der Creole – Globale Musik aus Bayern, die am 20. und 21. September in der Nürnberger Tafelhalle stattfinden. Zum vierten Mal werden dort die bayerischen Bands mit den spannendsten globalen Klängen gekürt, federführend organisiert vom Amt für Kultur und Freizeit. Parallel startet auch die Ausschreibung für die sechs anderen Regionalwettbewerbe der Creole in ganz Deutschland. Die jeweiligen Siegerbands nehmen im Mai 2014 am Bundeswettbewerb in Hannover teil. Vielfalt der Musikkulturen ist bei der Creole Programm: Gesucht werden die interessantesten musikalischen Grenzgänger und Virtuosen neuer musikalischer Ausdrucksformen. Die bayerische Creole bietet über den Wettbewerb hinaus heimischen Musikern und Musikerinnen eine Plattform für Austausch und Vernetzung.
Anmeldung und Info: Amt für Kultur und Freizeit, Manfred Beck, Tel. 0911/231-7698
Internet: www.creole-weltmusik.de, www.facebook.com/creole.bayern
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